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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 6-7 (1857) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
6-7 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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ist die Aussicht durch die Berge beengtdie insrühern Zeiten die Hauptstadt des Reiches der Königin aus;Saba schützten. Um alle diesemächtigen Schutzmauern zu ersteigen, -war eine höchst beschwerliche Aufgabe undwir -und unsere Thiere mußten wiederholentlich still stehen - Und Lust schöpfen. Um 2 Uhr Nachmittags erreichten wir Safon,- ein liebliches Städtchen-, auf einem hervorragenden Theile des Berges Haraß gelegen. Ich hatte einen Empfehlungsbrief an O e-hych Am e ira, deuVorsteher der Jliden, der mich herzlich Wwiükommte, mehr zwar, wieich glaube, wegen der paar hebräischen Worte, mit denen ich ihn anredcte, als wegen des Briefes. Die Nachricht,- es sei ein Mann angekommen, der Hebräisch spreche und doch kein- Jüde sei —-sich kleide wie ein Muhamedaner und doch den KoraU verachte--—- erregte eine allKmeine Bewegung, Und Jung und Ast, Wcibör Und Mnder eiltenzu--dem Hause, um mich zu sehen, Sie alle waren begierig mein Vaterland, mein Alker, meinen Glauben, meine-Familie- und Abstammung n.-s. -w. zu erfahren. Mehr nöch alsalles Andere kam ihnen der-Zweck Weiner Reise unglaubkich vor. Daß mir -die verstoßenen Juden am Herzen liegen, ihr Elend mich jammern , und ihr Friede und etviges Wohl mein sehnlicher Wunsch sein sollten, das waren Dinge, die sie als -bloße Erdichtungen belächelten,-unter denen ich meinen wahren Zweck und Charakter nur verbergen wolle,-- Als ich ihucn aber Unsre Bücher zeigte, gleichsam die Insignien-meines Berufes-, schwand sofort jedes Mißtrauen und in wenigen Minuten waren wir so vertraut,;als wärenwir vieljährige Freunde. Sie äußerten sich nun. auch: frei Und-rückhaltslos und schon der Gedanke,-daß ich durch Wüsten und über Meere gekommen war, um ihr Wohl-zu befördern,-brachte ein Gefühl der Dankbarkeit in ihnen hervor, das sie geneigt machte, aus Alles zu merken, was ich ihnen sagte. Wir blieben beisammen bis zum Abendgebet, dann ging es in die Synagoge, die -in meineö WirchS Haufe war. - Nach dem Gebet stellte ich mich mittenin das Zimmer und redete die Versammlung an, die andächtig und mit gespannter Aufmerksamkeit zuhörte. Die Punkte-, die-ich-berührte, waren-: -die Harmonie zwischen dem Alten und Neuen Testamente — die Vollkommenheit Gottes — seine Heiligkeit und itnaussprechliche Liebe. Dann stellte ich ihnen

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