Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 6-7 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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95 Geschlechtern, und Völkern, und Leuten und Zungen zurückbringt, und von seiner harten Knechtschaft erlöst — die Gefangenen zusammen sammelt, indem Er zur Mitternacht spricht: Gieb her, und zum Mittage: Halte nicht zurück. Und wenn ihnen so die Freiheit wieder gegeben sein wird, so wird ihnen auch ihr Eigenthum wieder zurückgegeben werden, und wir werden sie in ihr Land eingesetzt sehen mit ewiger Freude auf ihrem Haupte, und den König der Herrlichkeit über sie herrschend. Und warum sind wir beidemKommen desJubeljahrs des Volkes Israels so interessirt? Ist es allein um ihretwillen? Nein, wahrlich nicht, sondern auch um unsertwillen und um der ganzen Welt willen. Es giebt ein Jubiläum für das Volk Israels — es giebt ein Jubiläum für die Kirche Christi — cs giebt ein Jubiläum für die Welt, und wir wissen es aus den prophetischen Schriften, daß das dreifache Jubiläum, das des leiblichen Israels, das des geistlichen Israels und das der Völker, derer, welche aus ihnen errettet sind und welche im Lichte des neuen Jerusalems wandeln , durch ein herrliches Ereigniß zu einem vereinigt werden wird, nämlich durch die Erscheinung unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Während wir daher für das Volk Israel, aus welchem Christus herkommt nach dem Fleische, Christus der Mittelpunkt aller unserer Hoffnungen, während wir für das Volk Israel das tiefste Interesse fühlen, als für das Volk, von welchem wir so viel empfangen haben, welches eine Geschichte hat, wie kein anderes Volk in der Welt — während wir mit ihnen so große Sympathie an ihrer künftigen Herrlichkeit haben, so fühlen wir auch zugleich ein tiefes Interesse an dem, was, wie wir wissen, zugleich mit erscheinen wird, nämlich die Wiederbelebung der Herrlichkeit der Kirche Christi. Und wenn wir in uns als schwer Beladene seufzen, gerade wir, die wir des Geistes Erstlinge empfangen haben, dieweil wir auf unsere Kindschaft, auf die Offenbarung unserer Kindschaft, das ist, unseres Leibes Erlösung warten, so verbinden wir im Geiste damit die Wiederherstellung des Volkes Israels und die Wiedergeburt der Welt. Wenn wir das Seufzen der Kreatur hören — wenn wir das Elend sehen, das die Sünde in die Welt gebracht hat, so seufzen und schreien wir nicht allein wegen der Gräuel, die in der Welt ver-