Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 6-7 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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90 Berge Zion ein Licht in dieser moralischen Finsterniß ist — fie steht da als ein Denkmal der besondern Gnade Gottes, diese Gnade selbst nach jeder Richtung hin verbreitend. Mir war es vergönnt zu sehen, was ich kaum glauben konnte — türkische Beamte, Armenier und Griechen, welche nach Jerusalem gekommen waren, um das Osterfest daselbst zu feiern, drängten fich in unser Gotteshaus, und ich bin gewiß, daß sie den großen Unterschied zwischen unserer Gottesverehrung und der ihrigen gefühlt haben müssen; und wir dürfen hoffeck, daß diejenigen, welche nach Jerusalem kommen, um ihre Sünden los zu werden, durch die Gnade Gottes einen tiefen Eindruck von dem Vorzüge unserer Gottesdienste vor den ihrigen erhalten werden. UeberdieS werden in dieser Stadt alle Anstrengungen gemacht, das Wort Gottes in allen Sprachen, sowohl unter Juden als Nichtjuden zu verbreiten. Besonders wurde meine Aufmerksamkeit auf Herrn Roberts, einen Amerikaner gerichtet, welchen ich mehr als einmal unter einer Gruppe Menschen sitzen sah, mit einigen Testamenten und Psalmen unterm Arm und mit Vertheilung von Tractaten beschäftigt. Mit Grund darf man hoffen, daß sich durch Gottes Gnade von Jerusalem aus Licht über die umliegende Gegend verbleiten wird, welche jetzt der finsterste Theil der Welt ist." — Hierauf wurde der Antrag von der Versammlung genehmigt, und Herr Prediger Min ton stellte nun den folgenden Antrag: „Daß, indem diese Gesellschaft nahe daran ist, in das fünfzigste Jahr ihrer Missionsthätigkeit einzutreten, diese Versammlung fühlt, daß ihre Freunde und Beförderer eine solche Gelegenheit freudig ergreifen werden, die Beweise der Barmherzigkeit, die ihr während dieses langen Zeitraums von dem Gotte Abrahams zu Theil geworden sind, mit Dank vor ihrem Geiste vorüberzuführen, und den Beginn des Jubeljahres zu feiern — eines Zeitabschnittes, der auf besondere Weise mit der Geschichte deö Volkes verbunden ist, dessen geistliches Wohl sie sucht, und der zugleich die Herrlichkeit weissagt, womit die Zukunft Israels so innig zusammenhängt. Diese Versammlung empfiehlt