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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 6-7 (1857) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
6-7 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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88 Bücher" genannt worden ist. Die große Geschichte der Welt — die große Geschichte der Menschheit — die große Geschichte, welche Gott von Seinen Absichten gegeben hat, von dem Vergangenen und Zukünftigen. Aber dann werden wir veranlaßt, darüber nachzudenken, worauf sich die Bibel bezieht. Nun sie bezieht sich auf jedem Blatte aus die Juden — sie bezieht sich, so weit es das Fleisch betrifft, auf die Juden. Sie wurde von Juden geschrieben. Sie giebt die Geschichte der Juden. Sie giebt die Verheißungen, welche den Juden gegeben waren. Sie giebt die Zukunft der Juden. Es ist in der That kein Blatt in der Bibel, die zu besitzen ein Vorrecht, Ruhm und Recht jedes Christen ist, das sich nicht auf die Juden bezieht. Und daher kommt es, daß, wenn unsere Gemüther auf die Betrachtung der Juden als ein Jndivivuum gerichtet werden, sich uns dann ein lebendiges Denkmal und ein lebendiges Zeugniß aller Wahrheiten darstellt, welche wir in der Bibel finden. Wir können den gegenwärtigen Zustand der Juden nicht betrachten, ohne zu erkennen, daß sie ein bleibender Beweis der Erfüllung der Weissagung sind, und wir können nicht in die Zukunft blicken, wie sie uns die Schrift darstellt, ohne zu fühlen, daß der Jude die Person ist, auf welche diese Zukunft sich bezieht, und daß er der Mittelpunkt ist, um den sich das allgemeine Interesse, das mit der Zukunft der Weltgeschichte auf's engste verbunden ist, dreht, das er in sich schließt. Ein anderer Grund, warum diese Gesellschaft so großes Interesse beansprucht, ist der, daß, indem wir ihre Zwecke verfolgen, wir nach dem Befehle unsers hochgelobten Herrn und Heilandes handeln. An wen war Seine Mission zuerst gerichtet? Die Schrift giebt uns ein trauriges Bild von denen, zu welchen Er zuerst gesandt war. „Er kam in Sein Eigenthum, und die Seinen nahmen Ihn nicht auf." Wenn Er zu den Seinen kam, sind es nicht auch die Seinen, zu denen wir gehen sollen? Sagt etwa das Wort Gottes: „Gott hat Sein Volk verstoßen?" das sei ferne. Gott hat Sein Volk nicht verstoßen. Es wird uns gesagt, daß da ist eine Wahl der Gnade. Es wird uns gesagt, daß, obschon eine Zeitlang eine Decke vor ihren Augen hängt, doch die Zeit kommen wird, wo die Decke von ihnen genommen werden soll, und wo es sich

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