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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 6-7 (1857) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
6-7 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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86 daß es euer einfältiges Vertrauen auf den Herrn Jesum Christum ist, das den Menschen in den Stand des Versöhnlseins mit Gott versetzt; das ihn befähigt in der Gegenwart Gottes zu bestehen, das ihn befähigt in Hoffnung zu jauchzen, und im Geiste der alten Kirche vorwärts zu schauen und zu sagen: „Ja komm Herr Jesu, komme bald." Aber werdet ihr sagen, das ist eine persönliche Frage, die sich kaum für eine Rede paßt. Aber ich hasse Reden um des bloßen Redens willen, und ich bitte Gott, daß diese Versammlungen uns nicht zu bloßen Beifallsbezeugungen und bloßen Billigungen, sondern zu tiefer Demüthigung und Selbstprüfung führen mögen. Lasset mich nun die zweite Frage thun. Nachdem ich euch gefragt habe, was die Judenmission für euch gethan hat, so laßt mich euch nun fragen, was ihr für sie gethan habt? Und wenn Jeder in diesem Saale etwas für die Gesellschaft thäte, so würde sich ihre Einnahme erstaunlich vergrößern. Es ist mir bei Gelegenheiten, wie diese, unmöglich, persönlich zu reden. Ich bin das Mundstück — ihr sollt die Personen sein, die da reden — und ich bitte euch daher, euch selbst zu fragen: Was habe ich für das Werk gethan? und wenn das Gewissen euch sagt: Wenig genug in der That, dann muß ein anderes Ergebniß daraus folgen — es muß in Zukunft mehr gethan werden." Dem Herrn Bischöfe folgte der Marquis von Blandford. Er sagte: „My Lord ShaftcSbury, meine Damen und Herrn! Es macht mir, wie ich versichern kann, großes Vergnügen, dem Anträge, welcher von dem hochwürdigen Redner so geschickt eingeleitet worden ist, einige Worte hinzuzufügen. — Der Antrag ist der Art, daß er nicht mit viel Worten eurer Beachtung empfohlen zu werden braucht. Der hochwürdige Herr hat auf eine höchst geeignete Weise auf jene große Bewegung angespielt, welche in unser aller Herzen sein sollte in Bezug auf ein Werk gleich diesem, und nicht nur in Bezug auf ein Werk dieser Art, sondern auch auf jedes Ereigniß unsers Lebens. Und es ist in der That ein Gedanke, den ich aus meinem Herzen möchte zurückertönen lassen, und ihn euerm Gemüthe immer wieder und wieder einprägen — daß Dankbarkeit gegen Gott für den Erfolg, den Er bisher diesem Werke verliehen hat, unsere größte

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