Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 6-7 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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85 Personen beim Familiengebete, oder bei den Gebeten von gesellschaftlichen Zusammenkünften." Zugegeben, aber ich hoffe, daß keine hier ist, weiche sich nicht mit ihrem Privatanliegen zu dem Herrn wendet. Ich bitte euch nicht, mir zu sagen, was ihr nicht thun könnt, sondern zu sagen, was ihr thun wollt. Niemand kann hier zugegen sein, von dem Jüngsten bis zum Aeltesten, von dem Reichsten bis zum Aermsten, der sich nicht dafür entscheiden sollte,! daß, so ihm Gott helfe, für ihn etwas mehr, als bloße Form mit der Annahme des Antrags verbunden sei — daß sie von einem! ernsten und herzlichen Ringen mit Gott begleitet sein, daß ein immer reicherer Segen verliehen werden, und eine immer reichere Ausgießung des Geistes Gottes über das Werk der Gesellschaft und anderer verwandter Anstalten erfolgen möge; denn der Ausspruch des Herrn ist gewiß wahr: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth." Hierauf ging der Herr Bischof auf denjenigen Theil des Antrages näher ein, welcher davon handelt, daß sich so wenig Geistliche der englischen Kirche entschließen, als Missionare unter die Juden zu gehen. Wir müffen jedoch aus Mangel an Raum diesen Theil seiner Rede übergehen und setzen nur noch den Schluß derselben her. „Ich fühle," fährt er fort, „daß ich einen großem Theil eurer Zeit in Anspruch genommen habe, als ich hätte thun sollen. Aber ehe ich mich niedersetze, werdet ihr mir wohl noch erlauben, zwei Fragen zu stellen, welche von practischer Bedeutung für das sind, was ich gesagt habe. Die erste Frage ist die: Welchen Nutzen hat die Judenmission für euch gehabt? Hat sie euch zum Forschen in der Schrift veranlaßt? Hat sie euch veranlaßt, auf die Wege Gottes mit den Menschen achtzuhaben? Hat sie euch veranlaßt, das auf euch anzuwenden, was Gott für Andere gethan hat? Hat sie euch dahin gebracht zu sehen, daß sie um des Unglaubens willen gefallen sind, und daß ihr nur durch den Glauben stehet? Hat sie h euch daher zu dem praktischen Nachdenken gebracht, daß es nicht J eure äußern Vorrechte sind, eure Taufe, euer Kirchenthum, sondern