Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 4-5 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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76 schaden können. Es kann folglich der Teufel wohl leben, obgleich er seine Macht über die Gläubigen verloren hat. Das Wort kommt aber in der Schrift auch in der Bedeutung von Sünde, Gift, Verderben vor. So heißt es, um nur eine Stelle anzuführen: “l??N D»jns DJ” D’J’JFl ron „Ihr Wein ist Drachengift, und wüthiger Ottern Gift." 5. Mos. 32, 33. Doch wir können den Worten jenes Rabbi auch die einiger Andern entgegenstellen. R. Bechai sagt: „Ein böser Engel, Seraph, habe sich in der Schlange verborgen gehalten, darum würden die Schlangen Seraphim genannt." R. Jonathan sagt: Eva habe einen Engel des Todes gesehen in Ausstreckung der Hand. Wir wollen nun zum Schluß noch Luthers Worte anführen, in denen er über die wichtige Stelle spricht, und Alles kurz, wahr und bündig zusammenfaßt. Er schreibt darüber im 8ten Theile der Jenaer Ausgabe: „Offenbar ist's, daß Gott hie nicht redet von einer gemeinen Schlange, die im Grase oder Wasser läuft, und junge Frösche fristet; sondern von der Schlange, die zu der Zeit ein schön Thier gewesen, und einen hohen Geist bei sich gehabt, der nicht allein hat reden können, sondern auch von hohen göttlichen Dingen und Geboten disputiren, als hätte erS im Himmel gelernet, welches keiner Creatur, ohne den Engeln und Menschen gegeben ist, und thut dadurch solchen Schaden, daß er den Menschen fället in die Sünde, und in den ewigen Tod, durch den schönsten Schein des göttlichen Namens. Das ist nicht ein schlecht albern Schlänglein, das Frösche friffet; sondern die ganze Welt verschlingt, es ist der leidige Teufel in der Schlangen, der den Tod in die Welt durch die Sünde gebracht hat. Von diesem Todtschläger und Sünden-Meister und Welt-Fresser redet Gott, daß ihm soll sein Kopf zertreten werden, das ist, seine Macht, der Tod und Sünde solle zerstöret, das Leben und Gerechtigkeit sollen wiedergebracht werden. Und daKsoll thun des Weibes Same, der vom Weibe ohne Mann kommen wird; und wenn er durch ein Weib, das vom Manne gekommen ist, den Mann gefället hat, so soll ihn der WeibeS-Same, der vom Weibe ohne Mann kommen wird, wie-