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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 4-5 (1857) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
4-5 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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68 Denn wie die Schlangen im Kopfe ihr Leben, Gift und beste Kraft haben, und wenn ihnen der Kopf zertreten ist, sterben müssen: so sollte auch des Weibes Same, der Messias, des Teufels Reich, Macht, Gewalt und Tyrannei angreifen, zermalmen und ganz einstürzen. Denn „dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre." I.Joh. 3, 8. Die Werke oder auch die Macht des Teufels ist nichts anderes, als der Tod und die Sünde. Die Schlange sollte des Weibes Same aber auch beschädigen und stechen, aber nur in die Fersen. Mit dem Wone wird hingedeutet auf Christi Leiden und Sterben. Denn wie die Ferse der äußerste Theil des Leibes ist, so hat auch der Satan Christum nur angefallen nach seiner Menschheit, in welcher er sich erniedrigte, in Knechtsgestalt erschien, und den Tod des Kreuzes erlitt. Wie aber der, welcher seinen Feind überwindet, wenn er ihm den Kopf zertritt, sollte er dabei von ihm auch in die Fersen verwundet werden: so sollte auch des Weibes Same überwinden im Streit mit dem Teufel, ob er gleich etwas von ihm leiden müßte. Das war Satans Strafe und Ueberwindung. 3. Dem Menschen aber wurde auch seine Strafe angekündigt. Das Weib soll mit Schmerzen Kinder gebären; und ihr Wille soll ihrem Manne unterworfen sein. Zu Adam spricht Gott: Verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Lebenlang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. Zm Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zur Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde, und sollst zu Erde werden." Hiergegen wenden die Rabbinen namentlich zweierlei ein. Erstlich, daß es eine bloße Schlange und nicht der Satan gewesen sei, durch welchen Eva betrogen worden. Zweitens, daß des Weibes Same nicht eine bestimmte Person; sondern die Menschen insgesammt bedeute. So namentlich Rabbi Isaak Ben Abraham in dem Buche nJlöN p'iTH Buch 1, C.12. Rabbi Hispanius in Collognio Mittelburg. S. 148

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