Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 4-5 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SS * solche Fragen hinweg ist, und doch eher ein geistiges Streben hie und da stch äußert, wenn auch noch kein geistliches. Israel wird wahrlich nicht von Außen aufgeholfen, das kann man in Frankreich lernen, sondern nur dann wirds wahrhaft besser, wenn das Volk, dem Gott zuerst sein Wort gegeben, zu demselben zurückkehrt, sich durch dasselbe erleuchten und belehren und innerlich reformiren läßt; denn es bleibt dabei: es ist eitel Gerede mit dem „Friede, Friede rufen, da doch kein Friede ist", und ebenso mit dem stch Steifen: „wir sind Abrahams Kinder und Gottes Volk." Es ist für jeden Menschen und so auch für Israel kein anderer Weg zum Heil, als in reumüthiger Rückkehr zu Gott, zu dem lebendigen Gott der heiligen Schrift, der sich am herrlichsten im Messias uns geoffenbaret hat! Herr Baquol und seine Kinder. In dem Lien und sodann auch in der Judenzeitung wurde über Herrn Baquol berichtet und zwar auf eine Weise, die uns nicht erlaubt, länger zu schweigen. Da im Lien sich eine ausführliche Darstellung der Sache findet, so nehmen wir darauf Rücksicht und wollen, der Wahrheit gemäß, unsere jüdischen Brüder in Deutschland mit dem wahren Sachverhalt bekannt machen. , Der Lien sagt: „Herr Baquol sei von Abtrünnigen jenseits des Rheins überlistet worden." Wir wollen über den Ausdruck: Abtrünnige nicht rechten; denn wir haben das Bewußtsein, keine solche zu sein, sondern wahre Söhne Abrahams, die von ganzem Herzen an den Gott ihrer Väter glauben, denen die heilige Schrift Gottes Wort ist, und die nur mit der Synagoge und ihren falschen Ueberlieferungen, aber nicht mit dem wahren biblischen Judenthume gebrochen haben, die vielmehr an demselben festhalten, indem sie den wahren Messias, die Krone und Vollendung deö Judenthums, im Glauben erkannt und ausgenommen haben. Aber eS klingt im Munde eines Israeliten mehr als befremdend, zu sagen; diese oder jene sind von jenseits des RheineS und deshalb sind sie zu verachten.