Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 2-3 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554677-2554680--02639-2558515- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
44 um alle Widerwärtigkeiten zu überwinden, ist nun nach einer kurzen Krankheit zu seiner Ruhe eingegangen, während seine Leibes- und Geisteskräfte noch ungeschwächt waren und hoffen ließen, er werde noch einige Jahre geduldig fortarbeiten können. Die Wittwe, mit der er sich, wie oben erwähnt, in Syrien verheirathete, hat mit ihrem Sohne einen zweiten treuen Missionar überlebt, den sie beweint, und der Sohn ist jetzt ein treuer Diener Christi- Herr Nicolayson hatte zwei Töchter; die jüngste starb in Jerusalem im November 1839 in einem Alter von 8 Jahren, und die älteste ebenfalls vor etwas mehr als einem Jahre in.Irland, wo sie wegen ihrer Gesundheit mit ihrer Mutter war. In seinem häuslichen Leben mußte er viele Opfer bringen, da wegen seiner langwierigen Reisen und des Einflusses des Climas auf seine und seiner Familie Gesund- . heit, lange und häufige Trennungen vorkamen. Jetzt ruhet er aber von seiner Arbeit, und seine Werke folgen ihm nach. Es war ohne Zweifel besser abzuscheiden und bei Christo zu sein. Wir wollen jetzt noch Einiges von seinem Ende erzählen. Folgendes ist ein Auszug aus Herrn vr. Macgowans Brief vom 9. October 1856: Es hat dem Herrn gefallen, unfern theuren Freund und Bruder, Herrn Nicolayson, nach einer kurzen Krankheit von seinen langen und wichtigen Arbeiten abzurufen. Das Plötzliche des Ereignisses nicht weniger' als der Verlust selbst hat unsere Gemeinde hier in eine feierlich-traurige Stimmung versetzt. Seine Krankheit dauerte kaum 12 Tage, und erst in den letzten drei Tagen meiner Behandlung nahm sie den ernsten Charakter an, der mit seinem Tode endete. Am 24. September wurde ich zu Herrn Nicolayson gerufen; ich fand die gewöhnlichen Symptome des Fiebers, das Anfangs zwar das gewöhnliche zu sein schien, bald aber sich als das Syrische, oder das eigentliche Landesfieber zeigte; doch blieben die Symptome gelind. Der Kranke konnte seine Schlafstube verlassen und den größten Theil des Tages auf einem bequemen Stuhl in einem andern Zimmer zubringen. Sonntag Morgens, als am vierten Tage seiner Krankheit, wohnte er dem Gottesdienst in der Sakristei sitzend bei; ein Geistlicher, der zum Besuch in Jeru-