Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 2-3 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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nach Berlin. Er war damals noch nicht volle 18 Jahr alt. Von seinem nun beginnenden Laus genüge es zu sagen, daß er fleißig und eifrig studirte. Er beschäftigte sich viel mit der Geschichte der christlichen Missionen und hörte nun auch zum ersten Male von einer „Mission zu den Juden". Diese Entdeckung verursachte ihm nicht wenig Unruhe, denn er sah, daß zufolge der Ordnung in dem Seminar, dem er sich übergeben hatte, seine eigenen Schritte möglicher Weise auf jenes fremde und verhältnißmäßig unbetretene Feld möchten geleitet werden. Früh im Jahre 1823 wandte sich der verstorbene 8ir George Rose, damals brittischer Gesandter in Berlin, für die Londoner Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden an den Pastor Jänike, er möge der genannten Gesellschaft zwei Missions-Candidaten für das besondere Werk, den Juden das Evangelium zu predigen, empfehlen. In der schriftlichen Darstellung, welche diesem Theil unserer Erzählung zum Grunde liegt, sagt Herr Nicolayson: Mein ehrwürdiger Lehrer bestimmte, daß ich Einer von den Zweien sein sollte, und ich erkannte darin die Antwort auf mein Gebet, man möge über mich bestimmen, um so den klaren Ruf des Herrn zu erkennen. Im April 1823 kam Herr Ricolayson nach England und zugleich mit ihm der verstorbene Missionar Bergfeld, der später lange und treu in Königsberg gearbeitet hat. Er hielt sich zwei Jahre in Stensted auf, um die bei der jüdischen Mission erforderlichen besonder» Studien zu betreiben. Die neue Richtung, die seine Missions-Ansichten auf diese Weise erfuhren, verursachten ihm einige Zeit manche Anfechtung; aber er sähe, daß es des Herrn Thun war. Er sagt von dieser Zeit von sich selbst: „Ich muß hier wenigstens erwähnen, daß ich einen sehr schweren Kampf in meinem Gemüth durchzumachen hatte, ehe ich mich mit diesem Werk der jüdischen Mission einig wissen oder vertraut machen konnte, als mit meinem künftigen, besonder« Beruf, zu dem ich nicht nur auf mein Gebet vom Herrn deutlich geführt, sondern der mir auch wirklich (wie eS jetzt erschien) durch dieselbe Handlung übertragen wurde, durch welche ich Anfangs mich selbst dem Missionswerk gewidmet hatte, oder