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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 2-3 (1857) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
2-3 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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36 zum ersten Male, daß es noch andere Missionen «nd Missionare außer der Brüdergemeinde gäbe; besonders auch, daß selbst in Deutschland solche Anstalten wären, ohne alle Verbindung mit der Brüdergemeinde, nicht zu gedenken der größer» Gesellschaften in England, denen es, wie er später erfuhr, grade sehr an geeigneten Candidaten fehlte. Jetzt empfand er einen starken Trieb, Missionar zu werden,' und dieser Trieb erhielt auch eine praktische Wendung. Im Winter 1820 unternahm er eine kurze Fußreise mit seinem theuren Missionsfreunde; Missions-Gedanken, Pläne und Aussichten beschäftigten ihr Gemüth und waren der Gegenstand ihrer Unterhaltung. Ihre jugendlichen Herzen brannten in ihnen von einer heiligen Flamme, die ohne Zweifel von oben entzündet war, und das Resultat war, die wichtige Frage der Entscheidung einer lieben Mutter anheim zu geben, um so den Weg der Pflicht zu gehen und den göttlichen Willen zu erkennen. Dies wurde bald gethan und die erste einfache Antwort war: „Das würde mir sehr schwer werden, wenn cs indessen der Wille des Herrn wäre, so kann ich mich nicht widersetzen." Es war eine schwere Prüfung für diese zärtliche Mutter, da er ihr einziger Sohn war und bestimmt zu sein schien, die Stütze und der Schutz seiner Mutter und Schwestern zu werdest. Sie hatte ihn aber von seiner Kindheit an für den Dienst des Herrn erzogen, und wenn es sich ergab, daß der Herr seinen Dienst anderswo begehrte, so war sie bereit, ihn hinzugeben. Es wurde nun in dem kleinen Familienzimmer viel berathschlagt und gebetet, auch ein erfahrner Freund aus der Brüdergemeinde zu Rathe gezogen, und auf seinen Vorschlag wurde an den ehrwürdigen Pastor Jänike in Berlin geschrieben, der manchen treuen Missionar erzogen hat, und für den viele Juden und Heiden Ursache haben Gott zu preisen. Man machte den Vorschlag, der auch angenommen wurde, daß der junge Kandidat in das Jänikische Seminar auf seine eigenen Kosten ausgenommen werde. Mit voller Zustimmung seiner Mutter ging er nun sogleich an die nöthige Vorbereitung. Nachdem er sich von einer ernsten Krankheit erholt hatte, in die er während dieser ernsten Zwischenzeit verfiel, machte sich endlich unser Nicolayson im März 1821 im Eifer seiner jugendlichen Frömmigkeit und Gottesfurcht auf den Weg

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