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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 2-3 (1857) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
2-3 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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m Zeitpunkt gekommen, wo es galt, eine Entscheidung zu fassen, und wo die guten Eindrücke der Kindheit sich zu einem festen Charakter ausbilden müssen. Er gedenkt der ernstlichen Sorge, die seine Mutter um diese Zeit für ihn fühlte, um ihn vor weltlichen Verbindungen zu bewahren und seine Fortschritte in der Gottseligkeit zu fördern. „Sie that dies," sagt er, „durch Umgang mit ihren frommen Freunden und Verwandten, dadurch, daß sie mich anhielt, die heilige Schrift und religiöse Bücher zu lesen, besonders aber durch ihr eigenes einfaches, aber durch und durch christliches Beispiel, ihren wahrhaft mütterlichen Einfluß über mich und durch ihr ernstes, anhaltendes, gläubiges Gebet für mich." Diesen höchst interessanten Rückblick auf sein frühes Leben schrieb er erst vor drei Jahren, und er schließt diese Nachricht von der treuen Muttersorge mit den rührenden Worten: „Ach, wie sehr viel verdanke ich ihr!" Dahin führt er auch sein erstes Interesse an dem Missionswerk zurück. Er kannte zuerst nur die Mission der Brüdergemeinde, und wußte gar nicht, daß es auch noch andere Missionen gäbe. Dieser Umstand hielt auch eine Zeit lang jeden aufsteigenden Wunsch, sich entschieden an dem Missionswerk zu betheiligen, zurück, wiewohl der Gedanke daran ihn so beschäftigte, daß es ein Gegenstand häufigen Nachdenkens und besonder» Gebetes bei ihm wurde. Endlich schien es, daß die Umstände ihn für eine weltliche Beschäftigung bestimmten, und er hätte beinahe die Hoffnung aus den Augen verloren, zur Arbeit im Missions-Weinberge berufen zu sein. Da wurde jedoch der Gegenstand unerwarteter Weise mächtig bei ihm angeregt durch einen Besuch eines Missionars der Brüdergemeinde aus Grönland. Der Missionar fragte ihn, warum er nicht in irgend eine Schule einträte, um sich zum Dienst des Evangeliums bei seiner eigenen Kirche vorzubereiten. Ueber diesen Punkt war jedoch in dieser frommen Familie keine Frage, denn weder Mutter noch Sohn konnte den Gedanken hegen, auf eine Universität zu gehen oder in den Kirchendienst zu treten, wo der Rationalismus so ausschließlich herrschte. Dann aber kam auch die Frage: Warum treten Sie nicht in den Missionsdienst? und die Antwort war: Ich bin kein Glied Ihrer Kirche. Bei dieser Gelegenheit hörte unser Nicolayson 3*

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