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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 2-3 (1857) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
2-3 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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34 Arbeiten ihres geliebten Sohnes folgten. Ricolaysons Familie gehörte zu der lutherischen Kirche, aber der allgemeine Abfall von den großen Lehren der Reformation und die Ueberhandnahme des Skepticismus und der Gottvergessenheit war so furchtbar, daß es äußerst schwierig war, ein Kind auch nur im Bekenntniß des Evangeliums von Christo unter dem Einfluß der anerkannten Diener der Kirche zu erziehen. Diese fromme Mutter aber scheint eine besondere christliche Weisheit gehabt, und den besten Gebrauch der vorhandenen äußeren Gnadenmittel gemacht zu haben, denn sie heiligte sie gleichsam durch das Wort Gottes und das Gebet in ihrem eigenen Hause. Sie scheint auch in der Religion bis zu seinem 15. Jahre die einzige Lehrerin gewesen zu sein. Um diese Zeit wurde er auf etwa ein Jahr der Pflege eines frommen Geistlichen in einiger Entfernung übergeben, um besser unterrichtet und für die feierliche Confirmation vorbereitet zu werden, die ihm dann auch in der lutherischen Kirche erthcilt wurde. Unser Nicolayson war bestimmt, seines verstorbenen Vaters Geschäft zu übernehmen, das in seiner Mutter Namen für die gemeinschaftlichen Interessen der Familie des Vaters fortgeführt worden war. Zu dem Ende wurde er, bei seiner Rückkehr in seinen Geburtsort, unter seinen Onkel, den Bruder seiner Mutter, gestellt. Wie wenig ahnete er oder irgend ein Anderer damals, zu welchem wichtigen Werk die Gnade Gottes ihn berufen würde! In einer kurzen Darstellung seiner frühen Führung, die er vor einigen Jahren schrieb, spricht er mit zärtlicher Verehrung von dem Charakter seiner theuren Mutter. Es sammelte sich ein Häuflein frommer Freunde und Verwandten um sie, sie stand in freundlicher Verbindung mit der Brüdergemeinde in der Nähe, die als der Brennpunkt des, wenn auch so geringen religiösen Lichtes und Lebens, das sich in jenem Lande befand, betrachtet wurde. Von seiner frühesten Jugeüd an hatte ihr Sohn etwas von der Kraft wahrer Gottseligkeit gefühlt, deren lebendige Darstellung er in seiner Mutter sah. Diese Anfangs nur vorübergehenden Eindrücke wurden sehr befestigt durch seinen Aufenthalt in der Familie des oben erwähnten alten frommen Predigers und durch die feierliche Confirmation. Er war nun zu einem

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