Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 2-3 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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u ging die Verfolgung gegen die Jünger und Apostel des Herrn hervor. Hier schon sehet ihr die sündliche Verkehrtheit Jerusalems, das stch gegen das eigene Heil waffnet und diejenigen tödtet und verfolgt, die ihm daS Heil Gottes entgegenbringen. — Doch es könnte einen, wenn auch nur geringen Schein haben, daß jene Propheten und Gesandte als Menschen, wenn auch nicht in der Sache, doch in der Art und Weise, wie sie die Sache vertraten und trieben, hätten fehlen können, indeß auch dieser geringe Schein muß weichen, wenn wir beachten, was der Herr in unserm Terte ferner spricht. Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel und — ihr habt nicht gewollt. Der Herr selbst, der eingeborene Sohn vom Vater voller Gnade und Wahrheit, der Abglanz der Herrlichkeit Gottes und das Ebenbild seines Wesens, ist als der rechte, der verheißene Prophet zu Jerusalem gekommen; er ist gekommen, nicht zu richten, sondern selig zu machen; gekommen, nicht zu zerstreuen, sondern zu sammeln, zu sammeln, wie eine Henne sammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel. Nur die Sünde zerstreuet und trennet; sie trennt den Menschen von dem Quell alles Lebens, so daß er stch losreißt von dem lebendigen Gott; die Sünde trennt die Menschen von einander, so daß sie stch in Partheien zerspalten und zerstreuen; die Sünde versetzt die Menschen selbst in einen unseligen Zwiespalt, so daß sie sich zerstreuen und verlieren in den sündlichen Lüsten und Begierden, wie Schaafe, die keinen Hirten haben; aber der Herr kam zu sammeln, zu sammeln aus aller Zerstreuung, Verirrung und Verwirrung; zu sammeln zu dem Gehorsam des Glaubens und in seine liebreiche Gemeinschaft;, zu sammeln unter die Obhut seiner Gnade, damit der höllische Weih die Küchlein, die unsterblichen Seelen, nicht ergreife und verderbe; zu sammeln unter die Fittige seiner bergenden Macht, damit die Adler des Gerichts Jerusalem und seine Kinder nicht ereilen sollten. Und wie oft und in welch eindringlicher, herzgewinnender Weise hat er es gethan, wenn er gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten predigte, wenn er die Geheimnisse des Himmelreichs aufschloß in lieblichen Bildern und Gleichnissen, wenn er seine Gnadenhände auf das Haupt unmündi-