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Dibre Emeth · 1857-01-01 · 1 (1857) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
13 (1857)
Issue
1 (1857)
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 Kinder in gesegneter Weise wirkende Gesellschaft gegründet. Liebe christliche Freunde schlossen sich dort dem Missionswerk unter Israel mit Freuden und Eifer an, von denen mehrere noch leben, etliche aber, wie z. B. der fromme Herr v. Rappard, Erbherr auf Pinne, Assessor Behm und wohl noch andere entschlafen sind. — Von Posen gingen dann beide Missionare nach Berlin, von wo eine Bitte nach Petersburg an den Kaiser Alexander gerichtet und in derselben um die Erlaubniß gebeten wurde, eine Mission in Polen und Rußland zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden gründen zu dürfen. In derselben Zeit besuchten diese beiden Missionare auch Breslau und stifteten unter Mitwirkung des damaligen Herrn Grafen von der Gröben, des Herrn Professor Scheibe!, Herrn Kaufmann Stark und anderer christlicher Personen ebenfalls wie in Posen eine Missions - Gesellschaft für Israel. Während ihres Aufenthaltes in Breslau erhielten sie zu ihrer Ermunterung und Stärkung die erfreuliche Nachricht aus Warschau über die Taufe des Erstlings der Polnischen Mission, den, so viel bekannt, noch jetzt lebenden Arzt und Censor in Wilna, Ellenbogen , der sich bei seiner Taufe in der reformirten Kirche in Warschau in dankbarer Erinnerung an Herrn vr. Alexander M'Caul, der ihm das Christenthum verkündigt hatte, den Namen Alexander geben ließ. Von Breslau reisten die beiden Missionare nach Krakau und nach manchen erfreulichen und ermunternden Erfahrungen unter den dortigen Juden, — wo besonders die zu erwähnen ist, daß ein Jude, der an der Spitze vieler andern Juden und Jüdinnen mit einer schriftlichen Vertheidigung des Judenthums bei den Missionaren erschien, bald nach seiner Disputation mit den Boten des Evangeliumsein höchst wichtiges Traktätchen: „Beweise aus den Propheten, daß der Messias schon gekommen ist, und daß Jesus von Nazareth der Messias ist," in die jüdische Sprache übersetzte, in welcher dies Schriftchen später gedruckt und zahleich zur Belehrung und zum Segen vieler Israeliten verbreitet worden ist — erhielten sie auch zu ihrer desto größeren Freude in Krakau auf ihre oben erwähnte von Berlin aus nach Petersburg eingereichte Bitte die * Kaiserliche Antwort aus Petersburg, welche dahin lautete, daß

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