Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 13 (1857)
- Issue
- 1 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 gesprochen. Im Jesaias heißt es: meta dto n«ö »nx onsT ’nm, und es wird sein ihr mich fürchten, oder das, wornach sie mich fürchten, ist das Gebot der Menschen, das gelehrt wird. Und im Jeremias heißt es: rnrp—ona r»n siehe, das Wort des Herrn haben sie verworfen. Also Menschenlchren, Gedanken, die im Gehirn eines Menschen entsprungen sind, haben sie an die Stelle der Lehren der Schrift, der Gedanken Gottes gesetzt; sie geben das, was Menschlich und Jrrthum, Lüge ist, für Göttlich und Wahrheit aus, und dienen nun auch Gott darnach in der Meinung, ihr Gottesdienst sei ein wahrer, Gott wohlgefälliger, da ein solcher Dienst ihm doch nur mißfällig und verabscheuungswürdig sein kann. Der Grund hievon ist der, weil sie ihre eigene Weisheit über die Weisheit Gottes setzen. Sie meinen mit ihrer Vernunft Gott zu erkennen, und wenn sie in dem Worte Gottes etwas finden, was sie mit ihrer natürlichen, unerleuchteten Vernunft nicht begreifen können, und mit ihr nicht in Uebereinstimmung zu bringen vermeinen, so verwerfen sie dasselbe und tragen ihre eigene Meinung in das Wort Gottes hinein, anstatt den von Gott hineingelegten Sinn mit kindlich gläubigem Gemüthe anzunehmen. Dabei aber gebühren sie sich, als ob sie allein die wahre Erkenntniß Gottes hätten, und sehen mit Verachtung auf diejenigen als auf Finsterlinge oder als auf Abtrünnige, ja selbst als auf Feinde Gottes und der Vernunft herab, welche dem Worte Gottes glauben. „Wir sind die Weisen," sprechen sie, „und die Lehre Gottes ist bei uns;" (uns mrr mim ums o'oan). aber der Herr spricht, es ist nicht wahr, Lügen sind eS vielmehr, und eure Weisheit, was nützt sie euch? Sie kann euch ja doch nicht von dem Untergange und vom Verderben retten, im Gegentheil werdet ihr alle zu Schanden und gefangen weggeführt werden, und euer Land werden die in Besitz nehmen, welche euch vertreiben. Das ist der Zustand, in welchen nach der Weissagung Hoseas die Kinder Israels kommen, und in welchem sie lange Zeit, (viele Tage) verbleiben werden, ein Zustand, wo sie ohne König, ohne Fürsten ohne Opfer, ohne Götzensäule, ohne Ephot und ohne Götzenbilder, also ihrer Freiheit, ihres Landes, ja selbst auch ihres Heiligthums beraubt sein werden, ohne sich des Götzendienstes im eigentlichen