Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 9-10 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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155 machen sich ihren Weg überall hin, und wir sehen Vieler, daS sie nach Jerusalem zieht. Bei all den heiligen Verbindungen, die sich an Jerusalem knüpfen, deren Macht wir alle fühlen, wird es nicht lange dauern, so werden sie ihre Gelegenheit benutzen und anSführen, was vor ihnen zu liegen scheint. — Nachdem der Redner bemerkt, daß man die großen Eigenschaften der Juden in den ver» gangenen Jahrhunderten übersehen hat, die man bei andern hoch rühmen würde, fährt er fort und sagt, worin diese großen Eigenschaften ihren Grund haben: Eure Energie — ihr Engländer — hat ihren Grund darin, daß die ganze Nation von der Macht des Wortes Gottes durchdrungen und belebt ist. Dasselbe hat auch den Juden ihre Größe gegeben, darin liegt ihre Kraft. Die Energie und Thätigkeit der jüdischen Nation in dem Mittelalter, verglichen mit der Trägheit der Welt um sie herum, ist auffallend; der Grund aber war, wenn er auch in manchen Stücken verdunkelt fein mochte, daß in dem jüdischen Gemüth eine feste Anhänglichkeit an das Wort Gottes war und die größte Ehrfurcht vor den Geboten Gottes und Gehorsam gegen dieselben. Rur noch einen Punkt in Bezug auf den Firman und seine wahrscheinlichen Folgen will ich berühren. Der Firman scheint der Anfang des Endes zu sein; wie der Befehl von Cyrus giebt er die erste Anzeige von Israels Rückkehr in ihre nie vergessene Heimath. Die Zeit ihrer Zerstreuung ist beinahe vorüber. Daher ist es natürlich und angemessen einen Rückblick auf ihre Geschichte während der Zerstreuung zu werfen. My Lord, es ist eine finstere und traurige Geschichte für Alle, die in derselben betheiligt sind! Denn in Absicht auf die Juden zeigt sie ein solches Gemälde von harter und ungebrochener Wiederspenstigkeit, Unglauben und Blindheit, wie keine andere Geschichte. Trotz aller fortwährenden und schrecklichen Gerichte; trotz der vielfachen so überwältigenden Zeugnisse und Beweise, daß Jesus der Christ ist, verhärten sie ihre Herzen bis auf diesen Tag. Es ist eine finstere und traurige Geschichte in Absicht auf die andern Völker. Es kann kein Gefühl der Freude in Euch hervorbringen, wenn Ihr an die Thaten Eurer Vorfahren gedenkt, oder Euch erinnert an die Jahrhunderte von Unterdrückungen, Verfolgungen, Grausamkeiten