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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 9-10 (1856) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
9-10 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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149 feit, die sie ihnen schenken, so sehe ich, daß das Werk ein vielversprechendes ist. Meine Brüder, Ihr habt ein großes und ein schweres Werk in jenen Ländern zu rhun. Wir dürfen nicht sagen, was wir thun wollen, unsre Sache ist es, auf dem Wege zu wandeln, den Gott für uns öffnet; er will das Werk thun. In diesem Misstonswerke im heiligen Lande habt Ihr einen wichtigen Antheil an der Erfüllung des großen.Planes Gottes, da§, was so lange wüste gelegen, wieder aufzumiuen. Wenn ich unter den Bergen Ephraims und Judas umherwanderte und die öden Ebenen und die Wüste rings umher überschaute, dachte ich oft an die Worte des Propheten: „Ach, wer wird leben, wenn Gott solches thun wird!" Wenn wir vielleicht im Augenblick des Unglaubens auf die moralischen und physischen Schwierigkeiten sehen, die sich darstellen, so können wir wähnen, der Tag sei noch fern, da die Wüste ein fruchtbares Feld werden wird, wo die Wasserströme in der Dürre Hervorbrechen werden. Aber wir sollten bedenken, daß für den Herrn nichts zu schwer ist; und wenn wir an den merkwürdigen Firman denken, den der Sultan eben erlassen hat, in welchem freie Religionsübung, Anerkennung und Schutz aller Religionsbekenntnisse in der Türkei von der Türkischen Regierung erklärt wird, so können wir Alles hoffen. Wer nicht in der Türkei gelebt hat, kann sich die Schwierigkeiten nicht vorstellen, die mit der Ausführung dieser Erklärung verbunden sind. Rach dem aber, was Gott bereits gethan hat, können wir nicht zweifeln, daß auch diese Schwierigkeiten werden überwunden werden; denn der, welcher für uns ist, ist stärker, als der, welcher gegen uns ist. Ich will nur noch ein Wort sagen in Bezug auf einen andern Zweig der jüdischen Mission, nämlich über die Mission in Constantinopel, wo ich unlängst war. Nach der wunderbaren Leitung des Herrn wurde eine große Anzahl unglücklicher Juden aus Kertsch, als dieser Ort während des Krieges eingenommen wurde, nach Constantinopel gebracht. Sie wurden auf ein Schiff gepackt und ohne alle weitere Vorkehr wurden Männer, Weiber und Kinder nach der genannten Stadt geschickt. Bei ihrer Ankunft gab ihnen die Türkische Regierung eine Kleinigkeit, um sie vor dem Hungertode zu schützen;

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