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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 9-10 (1856) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
9-10 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Wer der Judengesellschaft — suchen vielmehr die Candidaten zurück zu halten, bis sie Beweise ihres Ernstes und ihrer Aufrichtigkeit gegeben haben, als daß sie dieselben gleich, wenn sie sich melden, zuließen. Nachdem der Redner Einiges erzählt von dem heilsamen Einfluß, den der christliche Wandel und das christliche Verhalten der Missionare auf die Juden ausübt, fügt er hinzu: Die Folge davon ist, daß die Juden in erntfernsen Ländern der Welt, die in Jerusalem gewesen sind, wenn sie mit einem englischen Missionar zusammenkommen, ihn freundlich aufnehmen, sich mit ihm unterhalten und ihn mit Achtung behandeln. So erinnere ich mich, daß die Juden in Assyrien und Kurdistan, da sie wußten, wer ich war, zu mir kamen und mich mit der größten Freundlichkeit aufnahmen. Ich konnte mich nur wenig mit ihnen unterhalten, da ich ihre Sprache nicht verstand, aber die Art und Weise, wie sie mich empfingen und behandelten, zeigte, daß die Mission in Jerusalem den Zugang zu den Juden in andern Theilen der Welt eröffnet hat. Er erwähnt noch andere Thatsachen, die von dem gesegneten Erfolge der Mission in Jerusalem zeugen, als der ernste Wandel der Proselyten, mancherlei erfreuliche Veränderungen in Absicht auf religiöse Gesinnungen unter Juden und Muhamedanern und sagt dann: Die Früchte sind vielleicht bisher nicht so reichlich gewesen, wie die Freunde Israels wünschen möchten, aber wo ist die Mission, wo ist das christliche Werk, dessen Früchte den ernsten und sanguinischen Wünschen derer entsprochen hätten, die das Verlangen haben alle bekehrt zu sehen, zu denen sie das Wort Gottes tragen? Ich weiß, daß es nicht unsere Sache ist Bekehrte zu machen; unser Werk ist es, von der Gnade Gottes in Christo Jesu zu zeugen; Gottes Werk ist es, die Botschaft, die wir verkündigen, zu bekräftigen, und die Herzen derer, die sie vernehmen, vorzubereiten. Aber wenn ich mir die Versammlung gläubiger Juden auf dem Berge Zion vergegenwärtige, wenn ich mich erinnere an den Verkehr, den ich fortwährend wahrnahm zwischen den Missionaren und den Juden: so weiß ich, daß ein großes Werk im Gange ist, und wenn ich an die Art und Weise denke, wie Juden zu mir selbst gekommen sind, an das Zutrauen, das sie zu den Missionaren hegen und an die Aufmerksam-

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