Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 9-10 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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146 Kolk für das Land und das Land für das Volk aufbewahrt hat, Landund Volk zu seiner Zeit und nach seiner Weise zusammen« bringen will. Der unbekehrte wie der bekehrte Jude richtet sein Herz nach Jerusalem. Diesen Morgen erfuhr ich, daß sich eine Gesellschaft bekehrter Israeliten gebildet hat, d. i. christlicher Israeliten, um daS heilige Land zu colonisiren, oder vielmehr eine Ackerbau-Gesellschaft zu bilden, um Land in Palästina zu kaufen, damit Ke dort eine Niederlassung für bekehrte Israeliten haben.... Was sage« sie damit? Daö sagen Ke, daß, wenn ein Mensch aufhört, ejn ungläubiger Jude zu sein, er darum noch nicht aufhört, ein Israelit zu sein; daß, wenn Jemand ein Sohn AbrahamS nach dem Geist wird, er darum nicht aufhört, ei» Sohn Abrahams nach dem Fleisch zu sein.... Ich bin gewiß, daß meine bekehrten jüdischen Brüder die Wiederherstellung in ihr eigenes Land erwarten, erwarten-, daß Jerusalem ihren Staub abschüttelt und ihre schönen Kleider anlegt, daß sie gesetzt wird zum Lobe und Preise auf Erden. Und ich würde mich ihrer schämen, wenn sie diese Hoffnung nicht hätten.... Ich kümmere mich nicht, wo der Staub eines Menschen ruht, wenn er nur ruht in der Hoffnung einer herrlichen Auferstehung; wenn es aber einen Ort auf Erden giebt, den ich vor irgend einem andern zur Ruhestätte meiner Asche wünschen möchte, so ist es Jerusalem, nahe bei dem Grabe, aus dem der Erstling auferstand, der durch seine Auferstehung sein Volk erhob zur Herrlichkeit und zu Gott u. s. w. Herr Prediger Bowen, der jetzt auftrat, sagte unter Anderm: Auf den Wunsch der Comite stehe ich heute vor Euch , um alö ein geringer Zeuge von dem zu sprechen, was in Jerusalem geschieht. Ich wünschte, ich könnte dieser Versammlung nur einigermaßen den Eindruck mitcheilen, den ich empfand, als ich die heilige Stadt besuchte, die jetzt wüste liegt. Es ist nach dem Willen Gottes mein Beruf gewesen, in dem Lande der Verheißung viel hcrumzuwandern, und oft„ wenn wir wünschten, den dortigen Bewohnern ein geistliches Gut mitzutheilen, fühlten wir fast, als wenn das Land Eisen und der Himmel Erz wäre. Doch in dem, waö der Herr uns sehen ließ, war auch die Ermunterung, getrost zu sein und sortzufahren. Der