Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 9-10 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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141 Ja wohl, meine Sünden. Wollen Sie den Herrn Jesum um Vergebung aller ihrer Sünden bitten? Ja. Verlangen Sie nach seiner Gnade und wollen Sie ihm dienen? Ja. Wollen Sie — Hier unterbrach er mich, Thränen rollten sein Gcsrcht herunter und er rief aus: Ich wünsche seine Füße zu küssen. Ich sagte, daß ich ihn taufen wolle, worauf er entgegnete: ich fühle mich so stark, in dieser Nacht werde ich nicht sterben. Der Morgen kam, aber er war vor dem Morgen von uns gegangen, um, wie ich fest glaube, durch Jesum Christum in die ewige Herrlichkeit ausgenommen zu werden. Das ist eine kurze Darstellung des Werkes. das in anderthalb Jahren in einer unserer Städte gethan worden ist, es ist aber weit mehr geschehen, was nicht bekannt worden ist. Darum wollen wir fortfahren. Das größte Werk auf Erden ist die Bekehrung der Seelen zu Gott. Wir thun es nicht, und doch sind wir die Werkzeuge. Ich erinnere mich, daß unter den Aussprüchen der jüdischen Väter einer ohngefähr so lautet: Es wird gefragt: Wie baute Salomo seinen Tempel? Die Antwort ist, Gott gab ihm einen Wurm und er nahm diesen Wurm und legte ihn auf den Felsen, der Felsen spaltete stch, und die Masse — der lebendige Stein — wurde herausgegraben. So ist es mit uns bis auf diesen Tag. Dies mag eine jüdische Fabel sein, aber es liegt eine christliche Wahrheit darunter. Fürchte dich nicht, d« Würmlein Jakob, ihr armer 'Hanfe Israel. Ich helfe dir, spricht der Herr, und dein Erlöser, der Heilige in Israel. Liehe, ich habe dich;um scharfen, neuen Dreschwagen gemacht, Ser Zacken hat, daß du sollst Berge zerdreschen und zermalmen, und die Hügel wie Lpren machen. Und wo Gott den Wurm auf den Felsen legt, wo sich die Macht Gottes offenbaret in der Predigt und Verkündigung des Wortes der Wahrheit, da wird die Seele des Menschen, er sei Jude oder Heide, von der Masse der Erde geschieden und als eine lebendige Seele ausgegraben, die auf dem lebendigen Stein ruht, der ein Theil des Tempels ist, von dem wir heute die jüdischen Kinder singen hörten: Herr, baue, baue, baue eilig deinen Tempel! Möge der Herr einen Stein nach dem andern von Juden und Heiven aufbauen, bis Juden und Heiden, als Eine Heerde, unter