Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 9-10 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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137 bis Sonnabend Abend sehen? Man wird sehen, daß alle Geschäftshäuser geschloffen sind. Das ist ein großes Opfer, und ein Opfer, das zu dieser Zeit laut zu uns spricht. Wird das Englische Volk, das christliche Volk von England Opfer bringen um den Tag des Herrn unverletzt zu erhalten? Die Juden lehren uns deutlich, daß sie dieS Gebot als einen wesentlichen Theil des Gesetzes des lebendigen Gottes ansehen. Die Juden lehren unS, daß sie klar sehen, dies Gebot sei das Zeichen des Bundes mit dem Herrn ihrem Gott; und sie wollen sich weder von dem Einen, noch von dem Andern trennen. . . Ich komme jetzt zu dem Werk der Gesellschaft in der Heimath. Ich freue mich in der Hoffnung und dem Glauben, daß von den 30,000 Juden in England mehr als 2000 sich jetzt in dem Namen Jesu beugen, und dies allein ist ein schlagender Beweis von dem Segen der Arbeit dieser Gesellschaft. In den letzten anderthalb Jahren hat eS dem Herrn gefallen meine Aufmerksamkeit besonders auf die Juden in Bristol zu lenken. Als ich eines Nachmittags an der Ecke einer elenden Straße stand, um mich her Gasthäuser, die mit Reisenden aus allen Theilen des Landes besetzt waren, eine offene Bibel in meiner Hand hielt und den Leuten predigte von dem Blut des Lammes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt: wurde mein Auge von zwei Jünglingen gefesselt, die vor mir standen und deren Augen fast eine Stunde auf mich gerichtet waren. Es waren deutsche Juden, die eben aus einem der Gasthäuser herausgekommen waren. Als ich ihnen einen Traktat gab, nahmen sie denselben dankbar an, und baten um Erlaubniß mich besuchen zu dürfen. Dies geschah, und wir hatten manche Unterredung zusammen, wir lasen manche Stelle des Wortes Gottes, und sie waren erstaunt zu finden, daß das N. Testament ihnen von einem Heilande erzählte, der das A. Testament liebte und Stellen aus demselben anführte. Es freut mich zu finden, daß das N. Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi viel unter den Juden gelesen wird, sehr bekannt ist und auch sehr hoch gehalten wird. Sie führen es an gegen uns, sie sagen'uns, unser Herr sagte so und so, warum thun wir nicht nach seinen Worten? In vielen Theilen Englands und besonders in