Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 9-10 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Gottes oder den von Menschen annehmen sollen. Die Protestanten in Irland werden daher mächtig ins Wort des Herrn getrieben, und sie müssen sich immer die Frage vorlegen: Was sagt die Schrift? Und es ist meine feste Ueberzeugung, je mehr wir uns in die Schrift vertiefen, desto größer wird unsere Liebe zu den Juden sein." Zum Schluß stellt der Bischof in seiner Rede noch eine ziemlich lange Vergleichung an zwischen den Katholiken in Irland und dem Volk der Juden. — Nach ihm trat der Prediger Herr Bruce auf und nach einer kurzen Einleitung, in welcher er seine Freude über die vorhergehende Rede aussprach, sagte er: Die Resolution, die ich unterstützen soll, handelt von Gnade und Segen, nämlich von der Gnade Gottes, die er uns erzeigt hat, daß wir fteigebig flnd für die jüdische Sache, und von dem Segen, den Gott in seiner unendlichen Gnade auf unsre schwachen Bemühungen gelegt hat, seinen Namen unter den Juden bekannt zu machen. Der Thau der Gnade und deS Segens des Herrn Jesu ist die Stärke Englands, die Stärke aller Missionsbestrebungen, die Stärke der forschenden Juden, die, obwohl verfolgt und hin- und hergestoßen und getrieben, doch durch diesen Thau, der von oben auf sie fällt, Kraft und Stärke erlangen, an der Wahrheit festzuhalten, welche sie suchen, selbst während sie im Suchen sind, bis sie Christum vor den Menschen bekennen.... DaS jüdische Volk giebt uns gegenwärtig viele wichtige Lehren; ich will mich aber auf eine beschränken. Es ist meine Absicht bloS ein Feld der Missionsarbeiten dieser Gesellschaft zu betrachten, nämlich das innere Feld.-Es giebt in England 30,000 Juden, und für diese 30,000 Juden hat diese Gesellschaft lange und gut gewirkt. Wir, und ich hoffe auch andere Nationen werden das wichtige Werk „der wahre Israelit" von vr. M'Caul nicht vergessen. Großen Nutzen würde ohne Zweifel die Welt im Ganzen von demselben haben, wenn es verbreitet und aufmerksam gelesen würde. Aber ich wollte einen besondern Punkt berühren, in welchem das jüdische Volk gegenwärtig uns, wie mir scheint, eine wichtige Lektion giebt; ich meine das Opfer, das sie für ihren Sabbath bringen. Wenn man in einem Handelsvolk, wie das Englische ist, auf die Läden aller angesehenen Juden achtet, was wird man von Freitag Abend