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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 9-10 (1856) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
9-10 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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135 kenntmß Jesu Christi nach kästen den Juden zu bringen. Sie find ein besonderes Volk, von Gott geliebt um ihrer Väter willen, sie find die erwählten Werkzeuge gewesen, durch welche wir Barmherzigkeit überkommen haben; ihnen verdanken wir daher Vieles; denn von ihnen kommt Christus her, der da ist Gott über Alles, hochgelobet in Ewigkeit; von diesem Volke stammen die ersten Väter, die ersten Apostel des Evangeliums von Christo ab. Wir sollten nie vergessen, was wir nächst Gott dem jüdischen Volke verdanken, und wir sollten daher stets bereit sein, eine entsprechende Vergeltung gegen sie auszuüben, indem wir ihnen das Evangelium verkündigen» das wir durch sie erlangt haben .... Ich gehöre zu Denen, die die Juden als ein besonderes Volk betrachten und gegen die wir darum auch ganz besondere Gefühle hegen müssen.... Ich muß die Juden immer als ein ganz besonderes Volk betrachten, als ein Volk, mit dem Gott auf ganz besondere Weise umgeht, als ein Volk, für welches wir daher auch eine besondere Liebe fühlen sollten und für deren Wohl wir auch billiger Weise eine besondere Gesellschaft haben; nicht blos eine gemeinschaftliche für Juden und Heiden zugleich, sondern daß wir durch Errichtung einer Gesellschaft, die lediglich ihre Bekehrung zum Evangelio im Auge hat, zeigen, daß wir auch ein besonderes Interesse für das Volk fühlen, das Gott offenbar auf eine so besondere Weise von allen andern Nationen der Erde unterschieden hat." Im Bericht war erwähnt worden, daß das arme Irland besonders reichlich beigetragen habe, in Bezug darauf sagt der Redner weiter: „Ich nehme mir die Freiheit zu sagen, woher es nach meiner Meinung kommt, daß das jüdische Volk und die jüdische Sache unter den Christen Irlands in so großer Gunst steht. Die Verhältnisse der gläubigen und ernsten Christen in Irland bringen sie auf ganz besondere Weise zum Worte Gottes, das müssen sie immer fleißig studiren, da es ihre unerläßliche Pflicht ist, dieses zur einzigen Regel ihres Glaubens zu machen. Wir find den Römisch- Katholischen dafür vielen Dank schuldig. Der große Streit, der, wie Sie wissen, in Irland geführt wird, ist ein Streit zwischen Protestanten und Katholiken; es handelt sich hier um die Bibel, und der ganze Streit dreht sich um diesen Punkt, ob wir den Unterricht

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