Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 9-10 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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133 „Ferner, es findet stch unter ihnen eine offenbare Bereitwilligkeit zu hören, wenn irgend ein Christ, dem das Seelenheil am Herzen liegt, nicht blos der Missionar, mit ihnen von dem Wege des Heils spricht. Ich kenne eine Christenfamilie, die im Laufe der Zeit zu sieben bis achthundert Juden gesprochen hat, und nicht umsonst; denn drei gläubige Israeliten habe ich gesehen, die den Namen Jesu zuerst in diesem Hause hörten. Ich kenne eine andere christliche Familie, wo eine noch größere Anzahl Juden den Namen Jesu kennen gelernt und gehört hat, daß er der Christ sei, mit ähnlich günstigem Erfolge." „Ferner ist es bemerkenswerth, daß Juden und Christen sich vereinigen, um wohlthätige Zwecke, wie auch Künste und Wiffenschasten zu befördern; besonders interessant aber ist es zu wissen, daß gelehrte Christen und gelehrte Juden zusammenkommen, um das Alte und Neue Testament in den Grundsprachen kritisch zu lesen, um biblische Erkenntniß zu befördern." „Die Juden im Allgemeinen zeigen ferner einen andern Geist und andere Gesinnungen gegen Diejenigen, die Christen werden. Das einzige jüdische Organ in diesem Lande enthielt unlängst folgenden Satz: „Fern sei es von uns, so lieblos zu sein, zu vermuthen, daß alle Bekehrungen vom Judenthum zum Chriftenthum aus weltlichen Gründen geschehen." „Auch giebt es jetzt fast in jeder ansehnlichen Stadt in England gläubige Israeliten, mit denen ich gelegentlich zusammenkomme, wenn ich für die Gesellschaft predige. An einem Orte sind drei Glieder einer achtbaren Familie wahrhaft gläubig an Jesum Christum; in einer andern Stadt haben drei Familien von derselben Classe das Christenthum angenommen, und an vielen Orten habe ich mit Christen gesprochen, die mir sagten, daß sie von jüdischer Abkunft wären. Und wenn wir die Anzahl gebildeter Juden bedenken, die von Zeit zu Zeit Christen geworden sind, von denen jetzt Manche zu den Geistlichen der englischen Kirche oder anderer Gemeinschaften gehören, während nicht Wenige Missionare, christliche Schullehrer, oder Professoren an christlichen Universitäten sind: so müssen wir zu dem Schluß kommen,