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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 7-8 (1856) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
7-8 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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ISS leicht passiren konnte in denselben Fehler zu verfallen, sondern fast unvermeidlich war, also zu reden. Gegen die antibiblischen Grundsätze der Führer und Tonangeber des Volkes, oder solcher, die sich dazu aufwerfen, um das arme Volk in immer noch tieferes Elend zu stürzen, meinen wir aber sei eine ernste und scharfe Sprache erforderlich; denn hier wird gegen alles bessere Wissen und Gewissen das theure Wort Gottes entweder vornehm ignorirt oder leichtfertig und freventlich verdreht. Wir sind fest überzeugt, daß unter dem Volke Israel sich noch ein bedeutender Theil solcher findet, die in dieser Hinsicht ganz gleicher Ansicht mit uns sind, denen es mit ihren Gebeten in der Synagoge ein Ernst ist, in welchen sie sich nicht nur überhaupt als ein sündiges Volk anklagen, sondern namentlich auch das Bekennmiß ablegen, daß sie um ihrer Sünden willen in der gegenwärtigen Zerstreuung sind, die daher auch noch um Erlösung seufzen und bitten, und die also in dieser Beziehung eben so wohl wie wir im entschiedensten Widerspruch und Gegensatz mit den Vertheidigern der Sendung und Mission Israels sind. Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Dieß einfache Wort voll tiefer Lebensweisheit ist allgemein bekannt und doch so wenig verstanden. Wer sich selbst noch nicht Gotte hingegeben hat und das Bild Gottes durch wahre Buße und Glauben in sich hat erneuern lassen, der ist auch nicht im Stande, den ersten Satz dieses Wortes Jesu recht in Ausübung zu bringen. Der unerleuchtete und ungeheiligte Mensch ist seinem trotzigen und verzagten Herzen nach entweder ein geheimer Empörer gegen die göttliche Ordnung, die Obrigkeit, oder ein Menschendiener, ein Schmeichler. Nur wer sich durch den Sohn Gottes hat von sich selbst frei machen lassen, wird ein wahrhaft Freier, als Solcher ist er denn von Herzen „ unterhan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn

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