Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 7-8 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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115 fion aber soll, wie der Dichter in den Harfenklängen fingt, von Abraham an immer nnd „ewig" betrieben worden sein. Die christliche Mission ist leider noch keine so allgemeine Sache der ganzen christlichen Kirche, wie es zu wünschen wäre; die jüdische Mission aber ist, wie die genannten Gesänge sagen, Volkssache, d. h. das ganze Volk Israel steht von Abraham an in der getreuen Ausübung und Erfüllung dieses Misstonsberuses. In Nr. 37.1855 giebt der Herausgeber der Allgemeinen Zeitung des Judenthums Seite 478 in einer Anmerkung den Beruf der jüdischen Predigt so an: „Der Beruf der jüdischen Predigt (ist): 1) die welthistorische und menschengeschlechtliche Mission des Judenthums zu verkünden, zu beleuchten, zu erweisen; 8) polemisch gegen alles Heidenthum — außerhalb und in seinem Schooße — aufzutreten, dem Materialismus sowohl als Meinung als auch als praktischer Lebensrichtung und den Angriffen andrer Confessionen offensiv und defensiv zu begegnen" u. s. w. Wenn nun Israel „ewig" in seinem Berufe treu gewesen ist, so hat es doch auch bisher in der ganzen Welt, wo es zerstreut ist „offensiv und defensiv" nicht nur alles „Heidenthum", sondern auch die „andern Confessionen" — damit sollen doch wohl die Christen gemeint sein — bestritten, und da wird denn doch wohlnach so langerMissionswirksamkeitdie Frage erlaubtsein: Wo sind die Völker und Länder, die Staaten und Reiche, die Städte und Dörfer, die Inseln und Eilande, die durch die jüdische Mission und Predigt vom Götzendienst zum Monotheismus geführt worden sind? Die christliche Mission kann unter Heiden und Juden auf Früchte Hinweisen, wo sind die Früchte der jüdischen Mission? Hat sich der starke und allmächtige Gott, der treue und wahrhaftige Jehovah im Laufe so vieler Jahrhunderte so ganz und gar nicht zu ihnen und ihrem Wirken bekannt? Das wäre ein schlimmes Zeichen für die göttliche Autorität „der welthistorischen und menschengeschlechtlichen Mission des Judenthums". Doch die Allgemeine Zeitung des Judenthums bringt auch mit Jubeln Berichte über den glänzenden Erfolg ihrer Mission. In Nr. 38 1855, S. 484, lesen wir: „Le lien d’Israel Nr. 5 giebt Auszüge aus dem neuesten Geschichtswerke des berühmten Modelet rensissnnve et rekorme (8 Bde., 8*