Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 7-8 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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112 fördert und fördern wird; dies ist das Licht, das diese Mission verbreitet und das je länger desto weiter dringt „bis überfluthet Meer und Land des LichteS jauchzt von Strand zu Strand", bis Alle, Israel und Heiden und Türken durch dieses Licht aus Israel erleuchtet, den Herrn erkennen von dem Größten bis zum Kleinsten. Wenn wir nun, nachdem wir die poetische Schilderung „der Sendung Israels" einigermaßen kennen gelernt haben, die Frage: was für eine Bewandtniß es mit dieser Mission der Juden hat? mit kurzen Worten beantworten sollen: so müssen wir sagen, die ganze Mission ist ein durchaus selbstgemachtes Ding; weder der Gedanke einer solchen Mission des gegenwärtigen Israels, noch der Gegenstand selbst, hat auch nur im entferntesten Sinne einen biblischen Grund und Boden; sie ist mit einem Worte eine Unwahrheit. Wie das ganze heutige Judenthum sich von der Bibel losgesagt und losgerissen hat, so hat auch diese Mission nichts mit der Bibel gemein. Unsere heutigen aufgeklärten Juden fühlen die tiefe Schmach und Verachtung, die seit 1880 Jahren auf ihnen liegt, und da sie diese Schmach nicht auf dem von der Bibel vorgezeichneten Wege von sich abwälzen wollen, welches nur geschehen kann, indem sie den verachteten Mann der Schmerzen, Jesum von Nazareth, als ihren Herrn und Christum mit wahrer Buße und im Glauben annehmen: so erklären Einige gleichsam sich in diese Schmach nothgedrungen fügen zu wollen; damit sie derselben aber doch den Schein der Ehre und des Verdienstes umhängen, so suchen sie sich in ein Gewand der Unschuld zu hüllen und in dieser Unschuld als die großen Gesandten Gottes an die Menschheit sich darzustellen und einzuführen. --Wir wissen einem solchen Bemühen nichts Anderes entgegen zu halten als das Wort des Propheten, oder vielmehr des Herrn. Jer. Ä, 33—38. „Was schmückest du viel dein Thun, daß ich dir gnädig sein soll? Unter solchem Schein treibest Du je mehr und mehr Bosheit. Ueber das findet man Blut der armen und unschuldigen Seelen bei dir an allen Orten; und ist nicht heimlich, sondern offenbar an denselbigen Orten. Roch sprichst du: ich bin unschuldig, er wende seinen