Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 7-8 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Schwinge webt gewaltig um dein Haupt — Dein Leben lebt! So stehe, Nacht, noch dort auf den Nationen, umwalle, Dsmmrung, hier die Millionen, da drüben steige, Frühroth, glanzend auf, und, hüben, lichter Tag, heb an den Lauf, -r- Es ist das Licht von Israel gekommen, und nie verlischt's, wo's einmal ist entglommen!" Was in dem „schwersten Kampfes Gang", in der Zerstreuung Israels nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer, für ein „Tag immer Heller herauf gestiegen" sei, und für welches „Licht Juda!', daS „Gottes Wille ergreift und auf die Länderfülle streut", von der Zeit an „überall Zeuge" gewesen sei, das ist uns ebenfalls unbekannt; was „hüben" in Israel seit jener Zerstörung Jerusalems für ein „lichter Tag den Lauf angehoben" habe, ist uns unmöglich zu sagen, wenn wir nicht an das wunderbare Licht des Talmuds denken sollen; denn den Tag des Heils, der in Christo der Menschheit angebrochen ist, will Juda doch noch nicht als Tag anerkennen. Dieser „lichte Tag" aber hat seinen „Lauf angehoben", und in dem Sonnenlicht dieses hellen Tages wandeln Millionen von Heiden, die vorher in dicker Finsterniß und Schatten des Todes faßen. In diesem Licht freuen wir uns und wandeln getrost unfern Weg. Dies ist das Licht, das uns in dem Knechte Gottes, aus dem Hause Davids, aufgegangen ist, von dem Jesaias weissagte: „Es ist ein Geringes, daß du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten, und die Verwahrlosten in Israel wieder zu bringen; sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, daß du seist mein Heil bis an der Welt Ende." Jes. 49, 6. Dies ist das wahrhaftige Licht, „gekommen von Israel allein", das Heiden und Juden erleuchtet; dies ist das Panier, das aufgerichtet ist, zu dem die Völker herbeiströmen, dies ist die Quelle, der freie offene Brunnen eröffnet in dem Hause Davids wider alle Sünde und Unreinigkeit aller Adamskinder; dies ist der Fels und Grund, den Gott selbst in Zion gelegt hat, und außer welchen Niemand einen andern legen kann, dieser aber wird unbeweglich stehen, ob auch Erd und Himmel untergeht. Dies ist der Grund der Misston, die Gott angefangen, gegründet, zu der . er sich bekennt, die er