Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 5-6 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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67 Eö ist kein menschliches Gebiet, dem wir nicht einige hochklingende Namen geliehen. „Aber auch dies ist nicht Alles. Es ist eine Zeit wieder, wo der jüdische Stamm durch Emsigkeit, Gewandtheit, Geistesschärfe, unbeirrt von romantischen Grillen, uyaufgehalten durch alte verjährte Ideen, Bedeutung gewinnt im Schooße der Menschenwelt. ... durch die ihm einwohnenden Eigenschaften der Nüchternheit, Lebendigkeit, des Scharfblicks und der Ausdauer.... Wir sehen Juden in der untersten Stadtgaffe wie in der obersten Staatsregion thätig, von Einfluß, in Geltung, die Blicke ihrer Kreise auf sie gezogen. „Und dabei saget, daß sie irgendwo ihren Einfluß mißbrauchen? daß sie irgend wo Sklaven oder Leibeigene schaffen? daß sie irgendwo todte Güter häufen? Im Gegentheil, das Capital überall in Fluß zu bringen, zur Befruchtung der Arbeit zu verwenden, dem Proletariat durch Spekulation die Stockungen und Krisen vorüber zu führen — dies gehört zur Aufgabe, welche einflußreiche Juden überall verfolgen. „Die wirkliche Herrschsucht, der gefährliche Ehrgeiz, die wahre Anmaßung, der enorme Egoismus, diese sind den Juden — alle Thatsachen erweisen es — völlig fremd." Schade nur, daß er eine große Sache, welche „die Wichtigkeit der Juden" am besten bekundet, vergessen hat, nämlich, daß, wie der Talmud lehrt, die Welt auf ihnen ruht! Man wird unwillkührlich an das Dankgebet jenes Pharisäers erinnert, der betete: ich danke Dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner; ich faste zweimal in der Woche und gehe den Zehnten von Allem, das ich habe. Luc. 18,11.12. Wenn nicht die genannte Zeitung von außen und innen mit so vielen Doktoren prangte und glänzte, so könnte man sich beim Lesen solcher Artikel versucht fühlen zu glauben, die Panegyriker wären einfältige Kinder, die man erst mit den Eigenschaften mancher Dinge und namentlich mit der den Erwachsenen schon wohl bekannten unangenehmen Eigenschaft des Eigenlobes bekannt machen müßte. Wir lassen ihnen, abgesehen davon, ob es mit den gepriesenen Errungenschaften 8 *