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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 5-6 (1856) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
5-6 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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68 seine Richtigkeit hat. diesen Rühm auch ganz unbestritten, fragen aber, ob sie denn damit aus der Schmach, in die der Herr des Himmels und der Erde sie seit 1800 Jahren hineingeworfen hat, herausgezogen sind? Wenn sie auch, was bis jetzt leider noch lange nicht der Fall ist, aus der Verachtung sich herausgearbeitet hätten, in welcher sie so lange bei den Menschen gestanden haben, was hätten sie errungen, so lange der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs sie Nicht ehrt und als seine Kinder anerkennt? Werden sie aber auch bei Menschen zu Ehren kommen, so lange der allmächtige Gott sie nicht in der Welt ztt Ehren bringt? Denn wenn Er sie mit Schmach und Verachtung strafen will, werden ste das Thun des Allmächtigen durch ihre ohnmächtigen Anstrengungen vereiteln? Würden sie aber die Ehre bei Gott der Ehre bei den Menschen vorziehen, würden sie darnach ringen, wie ste bei Gott wollen angesehen sein, würden sie suchen die Stelle zu erlangen und einzunehmen, die Gott ihnen in der Zukunft wieder zugedacht und verheißen hat, wenn er z. B. Jes. 60, 15 sagt: Darum, daß du bist die Verlassene und Gehaßte gewesen, da Niemand ging, will ich dich zur Pracht ewiglich machen, und zur Freude für und für; oder 62, 1—3: ihre Gerechtigkeit wird aufgehen wie ein Glanz, und ihr Heil entbrennen wie eine Fackel, daß die Heiden sehen deine Gerechtigkeit, und alle Könige deine Herrlichkeit, und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des Herrn Mund nennen wird. Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des Herrn, und ein königlicher Hut in der Hand deines Gottes — die andere Ehre, die ehrenvolle Stellung unter Menschen würde sich von selbst finden. Denn wen der Herr segnet/ der ist gesegnet, und wen der Herr ehret, den müssen auch seine Feinde ehren. Aber wenn sie unbekümmert um daö Höhere und Größere, um das göttliche Wohlgefallen, nur das Niedrige und Irdische suchen, so kann es nicht gelingen. Da mag die Allgemeine Zeitung des Jüdenthums nach Aufzählung noch so vieler und selbst noch glänzenderer Besitzthümer noch so pathetisch ausrufen: „Wir schreiten weiter!" es ist doch kein

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