Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 5-6 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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v .,n 66 Geschichte Hohn sprechen, sondern sich als einen Leugner der Offenbarung Gottes kund geben. Sö thöricht und gottlos indeß eine solche Vertun urig undLcu gn ung offenkundiger Thatsachen sein wsikd^ etzen so thörkchi und gottlos ist es auch, wenn gerade dieses Volk, oder genauer gesagt, ein Theil desselben, die Partei der Allgemeinen Zeitung des JudenthumS — denn nur mit den Grundsätzen, die in dem genannte» Blatte ausgesprochen sind, haben wir es hier zu thnn — von Der Höhe des alten Glanzes von Gott selbst herunter geworfen, der dies Volk einst so hoch gestellt hatte, mit gänzlicher Verkennung der ihm verliehenen göttlichen Größe, dieselbe durch ganz andere Dinge zu ersetzen sucht, und, indem sie sich in diesen spiegelt und gefällt,, meint, die ehemalige Herrlichkeit selbst zu haben, oder doch auf Dem rechten und geraden Wege zu sein, dieselbe ehester Tage zu ergreifen. Klingt es nicht lächerlich und jämmerlich, wenn in einem Artikel des genannten Mattes Nro. 46, 1855, der überschrieben ist: „Die Wichtigkeit der Juden", diese sich selbst einen Lobebrief ausstellen, und'wenn der Verfasser desselben herausstreicht und mit dem selbstgefälligsten Wohlbehagen aufzählt, was die Juden alles nicht sind und was sie alles sind? Nachdem der Verfasser den „ großen Einfluß und die große Bedeutung der Juden für die allgemeine Menschenwelt" in den früheren Jahrhunderten nur flüchtig berührt hat, da es ihm um die Jetztzeit zu thun ist, sagt er: „Wir blicken vielmehr zurück auf das verflossene Jahrhundert. Damals wirkten Mendelsohn, Wessely, Euchel rc. schon; aber damals war noch der Leibzoll auf den Juden gelegt und an die Stelle der grausamen Verfolgung war die drückendste Ausschließung aus Wissenschaft, Kunst, Gewerbe und die schneidendste Verhöhnung getreten. : : „Sehen wir jetzt in die Höhe. Wir,können aufrecht, stehen. Wir vermögen Jedem ins Angesicht zu sehen. Nicht Jemandes Drohung haben wir zu fürchten. Irgend weß niederschmetternde Miene können wir verlachen. Wir haben nur das Gesetz zu fürchten und dessen Verletzung zu scheuen. -; „Abpr das ist allein das Negative. Wir haben in Wissenschaft, Kunst, Industrie Fuß gefaßt, uns darin heimisch gemacht, — un,d stets, ist eine neu erwachte, lang geschlummerte Kraft hoch zu halten.