Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 3-4 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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44 fallen von dem lebendigen Stein, sie sind selbst todte Steine geworden, weil sie nicht auf dem Einen Zionssteine sich gegründet und erhallen haben, und dieser Tod starrt über Millionen, die doch das Kreuzeszeichen an sich tragen. Wer soll nun Juda predigen? wer soll Israel das Heil verkündigen: Dein Gott ist König!? Siehe, der Herr hat aus dem lebendigen Stein, der zu allen Zeiten im Verborgenen ein geistliches Haus auf sich erbaut hat, wiederum sich ein Haus erbaut, der Schutt ist weggeräumt und der Stein ist wieder zum Eckstein geworden durch die Hände der von seinem heiligen Geist erleuchteten Reformatoren, durch unsere Väter, die aus der heil. Schrift sich zeugen ließen von Jesu dem lebendigen Steine und die es alsein helles Licht aufden Leuchter stellten: nicht durch Werke der Gerechtigkeit werden wir vor Gott gerecht, nicht aus dem Gesetz, nicht aus eigenem Verdienst, nicht aus eigenem Ruhm, nicht durch eigne Kraft, nicht durch eignes Thun, sondern aus Gnaden im Glauben an die Gerechtigkeit, die in Christo Jesu ist. Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid — so singt man wieder seit 300 Jahren. Und die evangelische Kirche, — wo sie von ihrem Grunde nicht abgefallen ist und selbst wieder erstorben und zu einem todten Steine geworden ist, weil sie sich abgelöst hat von dem lebendigen Zionsstein, — sie weiß von keiner andern Predigt, als von der: JesuS Christus der Gekreuzigte und Auferstandene, das Heil der Sünder, der für alle Welt genug gethan hat, damit alle Welt selig würde. Siehe, sie glauben alle an den lebendigen Stein, welche in Zion jetzt einen Schmerzenslohn sammeln sollen dem Lamme, das erwürget ist. Geliebte, solche Prediger hat unser frommer König nach Jerusalem gesendet, Prediger der Gerechtigkeit, die aus den Wunden Christi fleußt, den armen Sündern zu gut. Das ist das Werk, das lebendige Steine erwecken soll aus Zion. Versteht ihr nun, in wiefern die Christuskirche auf Zion und daS evangelische Bisthum zu Jerusalem ein Baustein ist zu dem lebendigen Eckstein, der von Gott auf Zion gelegt ist? II. Aber wie,können wir helfen, daß immer mehr dieser Zweck erfüllt wird? Wir müssen uns bauen zu einem