Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 3-4 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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43 das sich nicht sagen läßt und widerspricht. (Römer 10,19 ff.) Israel ist, weil es an den Werken der Gerechtigkeit hält und nicht im Glauben wollte den lebendigen Stein ergreifen, verstockt und verworfen worden; wie geschrieben steht: Gott hat ihnen einen erbitterten Geist gegeben und Augen, daß sie nicht sehen und Ohren, daß sie nicht hören, bis auf den heutigen Tag. Das ist in Israel geschehen zu einem Zeugniß über sie, zur Verherrlichung des lebendigen Steines in Zion und zu einer Warnung für uns Alle. Gott hat sie, wie der heilige Paulus im Gleichniß vom Oelbaum sagt, er hat sie die edlen Zweige zerbrochen um ihres Unglaubens willen. Du stehst aber durch den Glauben; sei nicht stolz, sondern fürchte dich. Hat Gott der natürlichen Zweige nicht verschonet, daß er vielleicht deiner auch nicht verschone. Darum schaue an die Güte und den Ernst Gottes; den Ernst an denen, die gefallen sind, die Güte aber an dir, so fern du an der Güte bleibest, sonst wirst du auch abgehauen werden. (Römer 11, 20.) Denn wenn das Salz dumm wird, womit soll man salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinaus schütte und läßt es die Leute zertreten. Ach, Geliebte, wie hat sich das Wort erfüllt an der Christenheit, wie an Israel, dem Volk, auf dem der Fluch lastet in seiner Zerstreuung durch alle Länder der Erde, wie es noch nie zuvor gewesen war, weil es rief: sein Blut komme über uns und unsre Kinder; und an der Christenheit, wenn wir hineinsehen in den Orient, auf das Griechenthum und die Armenier, Syrer, Kopten und wie sie alle heißen, die einst grünende Zweige an dem Oelbaume der Kirche Christi waren, auf den lebendigen Fels und Stein erbauet, und jetzt starren sie uns entgegen blattlos, wie dürre Zweige; denn sie haben den Namen, daß sie leben und sind todt an ihnen selber, sie haben den Namen Jesu und sind erstorben in äußerlichen Satzungen, in Ceremonien, in einer Menge von Gebeten, die sie, wie die Heiden, mit den Lippen plappern und in einem neuen Götzendienst der Werke. Sie sind abge«