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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 3-4 (1856) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
3-4 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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4L schcn gegeben, darinnen wir könnten selig werden, denn allein der Name Jesu Christi. Darum —. spricht der Herr, — sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den Heiden gegeben werden, die seine Früchte bringen und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen, auf welchen er aber fällt, den wird er zermalmen. (Matth. 2l, 42.) Und ist es nicht also geschehen? können wir es nicht vor unfern Augen sehen in einer tausendjährigen Geschichte? ist Jerusalem nicht zertreten von den Heiden, bis ihre Zeit erfüllet werde? ist ihr Haus nicht wüste gelaffen bis auf diesen Tag? hat der Herr nicht seine Weissagung zu einer Warnung für Alle, die es hören, in Erfüllung gesetzt? Ja, Geliebte, die Heiden haben das Reich Gottes überkommen mit Ausnahme der Wenigen aus Israel, die mit dem gläubigen Simon, Jona's Sohn zu einem Petrus wurden, zu einem Fels, in dem sie bekannten: Herr, wohin sollen wir gehen, du allein hast Worte des ewigen Lebens, und wir haben geglaubt und erkannt, daß du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes? Die Heiden, die nicht nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber— sagt der Apostel, —die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt; Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen; denn sie haben sich gestoßen an den Stein des Anlaufens. Darum hat sich an ihnen erfüllt, was Moses sagt: Ich will euch eifern machen über dem, das nicht mein Volk ist, und über einem unverständigen Volke will ich euch erzürnen. Jesaias aber darf wohl sagen: .Ich bin erfunden von denen, die mich nicht gesucht haben und bin erschienen, die nicht nach mir gefragt haben. Zu Israel aber spricht er: Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgereckt zu dem Volke,

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