Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 3-4 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Dies ist auch unsre nächste Aufgabe hier; denn was von den Juden in Palestina gilt, das gilt im Allgemeinen von den Juden wo immer sie in ihrer Zerstreuung leben. Denn überall haben es die Missionare mit Vorurtheilen, mit Hindernissen zu thun, so verschiedener Natur dieselben auch in den verschiedenen Ländern sein mögen. Hier nun sind die Erfolge und sichtbaren Früchte der Juden-Mission zu suchen, nicht in der Anzahl getaufter Juden, wie dies leider irrthümlich so häufig geschieht. Wo immer Missionare gewirkt haben, da ist es unter Gottes gnädigem Beistände gelungen, die falschen Begriffe der Juden in Bezug auf das Chriftenthum zu berichtigen. Ihr Haß gegen unfern und ihren Heiland ist im Verschwinden begriffen. Sie nehmen nicht nur die Missionare auf und hören ihnen zu; sie fangen auch an zu glauben, daß die wahren Jünger Christi Liebe zu ihnen hegen und von dieser gedrungen ihnen das theure Evangelium bringen. O! daß doch recht viele solcher Jünger aus ihrer Unthätigkeit heraustreten und thätigen Antheil an unserm Werke nehmen möchten. Das gebe Gott! Predigt. Friede sei mit allen, die den Herrn Zefnm lieb haben unverrückt! Amen. Te^t: 1. Petri 2, 4—8. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Dir ist viel mehr Gnade! Dein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schade. Du bist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen Sünden allen! Amen. Das Heil kommt von den Juden! Dieses Wort unsers Heilandes, welches er in dem Gespräch mit dem samaritischen Weibe ihr zum Bewußtsein brachte — es ist auch Vielen unter uns noch ein Wort ernster Mahnung; denn es ist, als ob die Christenheit vergessen hätte, daß sie eine Schuldnerin 3*