Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 1-2 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 ist. Diese zuvor nie gehörte Wahrheit machte einen tiefen Eindruck auf sie, und sie entschlossen sich Alles zu verlassen, um ungestört diesen wichtigen Wahrheiten nachzugehen, Lee das ewige Wohl und Weh ihrer unsterblichenen Seelen betrafen. Länger als zwei Jahre machten sie allerlei Pläne, wie sie aus ihrer Heimath sich entfernen möchten, aber wenn der festgesetzte Zeitpunkt kam, waren sie zu schüchtern, ihren Entschluß auszusühren. Je mehr sie aber die Sache hinausschoben, desto größer wurde ihre Ungeduld, und da in wichtigen Angelegenheiten jeder Aufschub gefährlich ist, so entschlossen sie sich endlich nach Constantinopcl zu gehen; und, um allen Verdacht zu vermeiden, ließen sie alle ihre Habseligkeiten zurück und begaben sich auf ein Dampfboot. Als die Anker gelichtet werden sollten, gaben sie einW Schiffer einen Brief an ihre Frauen, der ihnen von ihrer Abreise die nöthige Kunde gab. Seitdem sie hier sind, haben sie nach — geschrieben und zwei hegen die Hoffnung, daß ihre Frauen sie nicht verlassen, noch sich dem Evangeffo abgeneigt zeigen werden. Dieser Fall zeigt, daß der Missionar, der auf einem Boden arbeitet, der nichts zu versprechen und unfruchtbar zu sein scheint, nicht verzagen darf, wenn auch keine reiche Ernte seine Arbeit belohnt. Es mag den Schein haben, daß seine Warnungen und Ermahnungen, sein Bitten und Flehen keine Veränderung bewirkt haben, und doch wurden einige sorglose Sünder durch seine Worte auf ihrem Wege des Verderbens stille zu stehen bewogen, der schmale Weg zum Leben wurde ihnen dann gezeigt, und sie angewiesen, statt auf ihre eignen mangelhaften und erbärmlichen Werke zu vertrauen, sich auf das vergebende und rechtfertigende Verdienst eines gekreuzigten Erlösers zu verlassen. Von einem andern Fall schreibt Herr Stern also: B. C. ein Banquier aus —, der wiederholentlich in unserm Bücherdepot war, besuchte mich an einem Sonntage. Er sprach zuerst über gleichgültige Dinge, da er aber merkte, daß diese mich nicht interessirten, kam er mir mit der Bemerkung zuvor: „Sie haben heute ihren Feiertag." Ich antwortete: „Ja, und darum sollten wir auch über heilige Dinge sprechen." Sogleich nahm er die hebräische Bibel, die auf dem Tische lag und, wie Jemand, der ernstlich bekümmert ist, die Wahrheit zu wissen, bat er mich, ihm klar und einfach unsre Ansicht überden Sün-