Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 1-2 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2554541-2554669-2554671--02405-2558274- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
13 nischen Gefangenschaft die Rede sein, denn die Versammlung, von welcher der Prophet hier redet, soll erst stattsinden, wenn der Messias gekommen sein wird, und wenn ihn die Heiden suchen oder nach ihm fragen werden, und wo denn auch zugleich das Reich des Friedens, das der Prophet im Vorhergehenden näher beschrieb, auf Erden hergestellt werden soll. Ebenso bestimmt und klar spricht das der Herr im Propheten Sacharjah, Cap. 8, aus. Dort heißt es Vers 2—5: „So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe über Zion sehr geeifert, und habe im großen Zorn über sie geeifert. So spricht der Herr: Ich kehre mich wieder zu Zion, und will zu Jerusalem wohnen, daß Jerusalem soll eine Stadt der Wahrheit heißen und der Berg des Herrn Zebaoth ein Berg der Heiligkeit. So spricht der Herr Zebaoth: Es sollen noch förder wohnen in den Gassen zu Jerusalem alte Männer und Weiber und die an Stöcken gehen vor großem Alter; und der Stadt Gassen sollen sein voll Knäblein und Mägdlein und die auf ihren Gassen spielen." Und dann V. 7. 8. „So spricht der Herr Zebaoth: Siehe ich will mein Volk erlösen vom Lande gegen Aufgang und vom Lande gegen Niedergang der Sonne, und will sie herzubringen, daß sie zu Jerusalem wohnen; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott -sein in Wahrheit und Gerechtigkeit." Auch hier kann nur von einer künftigen Erlösung Israels und seiner Zurückführung nach Jerusalem und dem heiligen Lande die Rede sein, nicht nur, weil die Erlösung aus der babylonischen Gefangenschaft schon geschehen war, sondern auch, weil dem Volke Israel zugleich solche herrliche Dinge verheißen worden, die bis heute noch nicht erfüllt sind. Der Herr verheißt mit den Uebrigen dieses Volkes nicht mehr zu fahren, wie in den vorigen Tagen; sondern sie sollen Same des Friedens sein. Der Weinstock soll seine Frucht und das Land sein Gewächs geben, und der Himmel soll seinen Than geben, und die Uebrigen dieses Volkes sollen solches Alles besitzen. (V. 11. 12.) Und weiter spricht der Herr (V. 14. 15): „Gleich-