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Dibre Emeth · 1856-01-01 · 1-2 (1856) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
12 (1856)
Issue
1-2 (1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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_5_ mein Volk hat doch seine 'Herrlichkeit verändert um einen unnützen Götzen. Zollte sich doch der Himmel davor entsetzen, erschrecken «nd sehr erbeben, spricht der Herr. Denn mein Volk thut eine zwiefache Zünde, mich, die lebendige Gnelle, verlassen sie, «nd machen ihnen hier und da ausgehauene Brnnnen, die doch lochricht sind «nd kein Wasser geben." Ja schon Moses hat das im prophetischen Geiste vorausgesehen, darum klagt er auch in seinem letzten Liede, 5. Buch Moses 32, 5—6: Die verkehrte und böse Ärt fall von ihm ab; sie sind Zchandflecken und nicht seine Rinder. Dankest du also dem Herrn, deinem Gott, du toll und thöricht Volk? Ist er nicht dein Vater und dein Herr? Ist es nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat? Und nachdem er die Güte Gottes, die sein Volk erfahren, geschildert hat, fährt er fort Vers 15—18: „Da er aber fett und satt ward, ward er geil. Er ist fett und dick und stark genrorden, «nd hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat. Gr hat den Fels seines Heils gering geachtet, und hat ihn zu Eifer gereizet durch Fremde; durch Gräuel hat er ihn erzürnet. Sie haben den Feldtenfeln geopfert, und nicht ihrem Gott; den Göttern, die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die eure Väter nicht geehret haben. Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du aus der Acht gelassen, und hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat." Diese beiden Zeugnisse der Schrift, denen wir leicht noch eine große Anzahl beifügen könnten, mögen genügen zum Beweise, daß nach der Offenbarung die Erhaltung Israels weder in seiner Hartnäckigkeit, noch in seinen Religionsgesetzen begründet ist. Und was die Schrift sagt, das bestätigt auch die Geschichte vollkommen. Was Moses im prophetischen Geiste voraussah, und was der Herr durch Jeremias sagt, das finden wir ja alle Zeit bei dem Volke Israel bis zur babylonischen Gefangenschaft. Immer verläßt Israel den Herrn, seinen Gott, buhlt mit den Götzen der Heiden und dient ihnen. Seit der babylonischen Gefangenschaft hat es das nun zwar nicht mehr gethan, sondern hat sich frei gehalten vom Götzendienst, ja hat denselben von ganzem Herzen verabscheut, und dagegen fest gehalten an

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