Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 12 (1856)
- Issue
- 1-2 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 und mit ihren eigenen Ohren gehöret habe: dies Volk ist nun seit Jahrhunderte», ja fast seit Jahrtausenden schon besiegt, aus seinem Lande verjagt, verachtet, gehaßt, verfolgt, zertreten und seinen Feinden in die Hände gegeben, die es oft nicht nur auf die ausgesuchteste und grausamste Weise marterten und quälten, um eS von seinem Glauben abwendig zu machen, sondern selbst von der Erde als den AuSwurf der Menschheit zu vertilgen suchten. Allein es hat nicht vertilgt werden können, noch hat eS sich durch irgend eine Verfolgung, oder durch die ausgesuchtesten und schimpflichsten Qualen und Martern bewegen lassen, seinen Glauben zu verleugnen, oder sich mit den Völkern, von denen es diese Verfolgungen, Unterdrückungen, diesen Hohn und Spott erduldete, zu vermischen, um all den Leiden und Drangsalen zu entgehen. Nein, das Volk Israel besteht noch, und ist jetzt vielleicht zahlreicher, als es jemals gewesen ist. Und forschen wir nach der Ursache dieser wunderbaren und einzig dastehenden Erscheinung und Thatsache in der Geschichte der Völker, so werden wir sie nirgends anders finden, als allein in der Vorsehung und Macht Gottes; denn was man auch als Grund derselben anführen mag und angeführt hat, wie z. B. die Hartnäckigkeit dieses Volkes, oder die mannigfachen und wunderbaren religiösen Gebräuche und Gesetze, mit denen es sich umgeben, die es als eine Schutzwehr um sich gezogen hat, oder was es auch sonst sein mag, es hat Alles keinen Halt weder in der Offenbarung, noch in der Geschichte. In dem Worte Gottes wird gar oft darüber geklagt, daß kein Volk der Erde so geneigt ist, von seinen Götzen abzufallen und seine Religion zu verlassen, wie das Volk Israel. So klagt z. B. der Herr im Propheten Jeremias 2, 8 — 13. „Die Priester gedachten nicht: wo ist der Herr? «nd die Gelehrten achteten meiner nicht, «nd die Wirten fuhreten die Leute von mir; und die Propheten weissagten von Baal, und hingen an den unnützen Götzen. Ich muß mich immer mit euch und mit euren Rindeskindern schelten, spricht der "Herr. Gehet hin in die Inseln Lhitim und schauet; und sendet inRedar und merketmit Kleist, und schauet, ob es daselbst so zugehet? Ob die beiden ihre Götter andern, wiewohl sie doch nicht Götter sind? Und