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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 11-12 (1855) · page 16

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Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
11-12 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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180 zwar auf ausdrückliches Gebot des Herm. Dann geseht auch, eS hätte mit dem talmudischen Satz von den Gerechten der Völker seine völlige Richtigkeit, wie folgt venn daraus so ohne Weiteres eine so unbeschränkte und überaus liebevolle Dulvung, wie der Vers, daraus folgert und darauf baut? Auffallend und noch mehr Verdacht erregend muß es ferner sein, wenn der Verf. selbst gesteht, daß trotz eines solchen AriomS und trotz einer „so außerordentlichen Eigenthümlichkeit jüdischer Toleranz", die doch mit einem Schlage alle „Intoleranz nach außen abschneide", und die schon „im Wesen selbst und in dessen Geburt mitgegeben sein müsse, die Geschichte deS Judenthums doch mancherlei Acte der Intoleranz zu erzählen habe, ja daß ein ganz artiges Arsenälchen von Mitteln zur Intoleranz vorhanden gewesen und es auch niemals an Männern gefehlt habe, welche sich der Mittelchen bedienen mochten, so bald sie die Gewalt dazu hatten." Es scheint aber, daß der Verf. dieses „artige Arsenälchen" und „diese Männer" nicht im Talmud finden will, sondern nur in der neuern Zeit, denn die Probeeremplare, die er nun vorführt, sind auS der Jetztzeit entlehnt. Jndeß auf die Gefahr hin, daß er unsere Beispiele für „hineingeschmuggelt" halten und erklären möchte, wollen wir einige, wenn auch schon bekannte, aber darum immer noch interessante Stücke zur Ansicht vorlegen, mit der Bemerkung, daß wir dieselben mit vielen Tausenden von Juden so lange für ächt halten, als der Verf. nicht den unumstößlichen Beweis liefert, daß sie nur „eingeschmuggelt" sind; dann aber, wenn sie unächt sind, erwarten wir auch, daß er sie nicht in dem Waarenlager bei der ächten Waare liegen lasse, sondern als offenbares Contreband vertilge, und dies nicht nur mit den einzelnen von uns vorgelegten Proben thue, sondern mit dem ganzen Vorrath dieser eingeschmuggelten Gegenstäude, die sein Kennerauge leicht entdecken wird, damit in dem „artigen Arsenälchen" ein Wenig aufgeräumt und Platz für neuere bessere Waare werde. — Ist nun aber in dem Talmud und in sonstigen Schriften des Judenthums eine so außerordentlich schonende „Toleranz nach außen" zu erkennen, wenn es z. B. heißt: „Ein Heide, der sich mit dem Gesetze beschäftigt, ist des Todes schuldig. Er hat sich nur mit den 7 Geboten

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