Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 11-12 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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179 von'allen, und dann, wer will und soll denn daRichtersein, was ächte Waare und was Contrebande ist? Vielleicht ist eben nur „das Ariom, daß die Gerechten aller Nationen Antheil am ewigen Leben haben, eingezwängt und eingeschmuggelt?" Denn bedenkt man das ganze Princip und die ganze Tendenz des Talmuds, so wird man wohl eher geneigt sein einen solchen Grundsatz als nicht zum Talmud gehörig und mit dem Wesen desselben übereinstimmend anzusehen, als nach demselben die eigentlichen Gesinnungen des Talmuds bestimmen zu wollen. Jedenfalls hätte der Verfasser seine Toleranz von vorn herein besser empfohlen, wenn er gesagt und gezeigt hätte, wer denn die Gerechten aller Nationen seien. Denn schon Di-. M'Caul, der Verfasser von dem bekannten und berühmten Werke Nethivoth olam, hat nachgewiesen, daß wir Christen wenigstens nicht zu diesen Frommen oder Gerechten gezählt werden können, ja daß es nach der eigenen Lehre des Talmuds seit ohngefähr 2800 Jahren gar keine Frommen der Welt mehr gebe. Neth. olam. S. 55. Das ist auch nach dem Vorangehenden, was die Bibel über den Götzendienst lehrt, eine klare und unumstößliche Wahrheit. Ein Götzendiener gehört doch gewiß nach der Lehre Mosts und der Propheten nicht zu den Frommen der Welt, wollen die Juden ihn dazu stempeln? In ihren Augen und nach der Lehre des Talmuds sind wir Christen aber Götzendiener, denn um nur eine Stelle anzuführen, so sagt der Talmud: „Die Jsmaeliten sind keine Götzendiener, die Christen aber sind Götzendiener." Neth. olam. S. 341. Ohnerachtet eines solchen hingeworfenen Satzes also, der doch nur Sand in die Augen streuen soll, steht es um die Aechtheit und Redlichkeit einer so schonenden jüdischen Toleranz „nach außen" noch sehr mißlich und fraglich, und wir schöpfen trotz und gerade bei der so außerordentlichen Leutseligkeit einer solchen jüdischen Toleranz um so mehr Verdacht, da der Vers, schon in der Wurzel derselben gar nichts von den Einwohnern Canaans, nichts von gebotenem Kriege gegen dieselben wissen wollte, während bei seiner Versicherung, daß die Gläubigen gar keinen Krieg gegen die Ungläubigen unternommen hätten, uns Moses und Josua doch so ganz anders erzählen, daß sie tüchtig mit der Schärfe des Schwerts drein gehauen und viele Tausende getödtet hätten, Und O