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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 11-12 (1855) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
11-12 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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I7S und dem "btrvn das Passah halten will, der beschneide alles, was männlich ist; alsdann mache er sich her;«, daß er solches Ihne, «nd fei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen. Wo ist da die von der Judenzeitung aufgestellte Theorie der Toleranz, d.i. „Duldung jeder Meinung und Ueberzeugung, die keiner Beschränkung unterworfen werden könne?" Das würde der Fall sein, wenn der Verf. aezeigt und durch Stellen aus Mose unwiderleglich dargethan hätte, daß ein Fremdling ohne Beschneidung im Lande Israel nicht nur hätte wohnen können, sondern wenn er auch ohne alle Beschränkung zur Osterzeit eben so Gesäuertes hätte essen können, wie zu jeder andern Zeit; nicht zu gedenken der andern Beschränkungen, die ihm auferlegt wurden. Wir finden diese Bestimmungen gar nicht unbillig, sondern wir heben sie nur hervor, um unfern toleranten Juden die Nichtigkeit ihrer behaupteten im MosaiSmus wurzeln sollenden Theorie zu zeigen, und anderntheils sie zu erinnern, daß, wenn sie den Christen, nicht in jeder Hinsicht gleich gestellt werden, dies nur dieselbe Toleranz und keineswegs Intoleranz ist, wie sie in der Thal im Worte Gottes begründet ist. Denn wie der Herr durch diese Bestimmungen dafür sorgte, daß Israel in keine Versuchung käme, Gesäuertes zu essen und sich dadurch an seinem Gott zu versündigen: so kann eine christliche Obrigkeit heidnische oder jüdische und muhamedanische Mitbürger abhalten Christen zu ärgern, oder ihnen in ihrem heiligen Glauben verderblich zu werden; ja selbst sie in gewisser Hinsicht und Beschränkung in christliche Ordnung binden; aber nicht so weit, daß sie an allen Gütern des Evangeliums Theil nehmen müßten. So ungegründet und falsch der eben besprochene Satz ist, eben so nichtig und falsch ist ein anderer. Es scheint, daß die Leute ohne alle Scham und Scheu in den Wind Hineinreden und denken dabei, was sie sagen, das muß gelten, und weil es in der Judenzeitung steht, so muß es wahr sein. Sonderbar genug und im Widerspruch mit der gegebenen Definition von jüdischer Toleranz, die „gar keiner Beschränkung unterworfen sein könne", erzählt der Vers, doch noch Nr. 32, E. 434, daß „die Lehre Moscheh's allerdings wollte, daß die Götzen- , altäre zerstört, die Bilder vernichtet, die Haine umgehauen werden,

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