Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 9-10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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159 habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eineIHenneLihre Küchlein versammelt unter ihre Flügel, aber ihr habt nicht gewollt." Ihr habt nicht gewollt. Ich hoffe, theure Freunde, daß unsere Herzen vom Dienste Gottes immer so beseelt sein möchten, daß diese Worte nie gegen uns gekehrt werden könnten so, daß der Herr sagen müßte in Bezug auf die Uebergebliebenen nach der Wahl der Gnaden: Ich wollte sie einsammeln vermittelst der Christen, aber ihr habt nicht gewollt. O daß wir allezeit eingedenk sein möchten unserer Verantwortlichkeit gegen Gott." In dieser ernsten und eindringlichen Weise ist die ganze Rede gehalten. Doch wir müssen mit unserer Mittheilung von Stellen aus derselben hier abbrechen, da wir unfern Lesern nicht gern die Rede des Herrn Predigers Fremantle voreWalten möchten, womit er den gestellten Antrag unterstützte. Nach einigen einleitenden Worten fuhr Herr Fremantle fort: „Wenn ich den Antrag ansehe, so bemerke ich, daß unter den mancherlei Bedürfnissen einer Missionsgesellschast gleich dieser, eins ist, auf das heute nicht besonders hingewiesen worden ist. Wir bedürfen Geld, und es nützt nichts, diese Thatsache zu verhüllen; wir bedürfen Missionare, wir bedürfen aber auch Sachwalter für unsre Sache daheim. Ich glaube, diese Gesellschaft steht in dieser Hinsicht fast einzig da unter den andern Gesellschaften. Andern Gesellschaften fehlt es an Kanzeln, fehlt es an Orten, wo sie ihre Versammlungen halten können, aber an Rednern haben sie keinen Mangel. Diese Gesellschaft scheint in dieser Beziehung fast allein zu stehen; unser Mangel sind nicht die Kanzeln, nicht die Oerter zu Versammlungen, sondern wir haben Mangel an Männern, welche bereit und befähigt sind, zu dem Volke über diesen höchst interessanten Gegenstand zu reden. Und während wir in dem Anträge aufgefordert werden, dem Präsidenten, den Vicepräfidenten und den andern Beamten der Gesellschaft, so wie denen von den Geistlichen, welche für die Gesellschaft geredet haben, zu danken, so wird es mir wohl erlaubt sein, mich in großer Demuth an meine verehrten Amtsbrüder zu wenden, von denen ich, Gott sei Dank, so viele auf dieser Platform sehe — und obschon ich mich fteue über die vermehrte Zahl, welche ich heute früh bei unserm Frühstück sah — und die zunehmende Zahl, welche