Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 9-10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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158 steht, ein Gegenstand von Interesse gewesen ist. Wir wissen', daß man Wallfahrten nach dem heiligen Lande gemacht hat; wir wissen, daß es seit vielen Jahren für christliche Reisende ein Gegenstand des Besuchs gewesen ist; allein kein Versuch ist gemacht worden, die Kinder Abrahams mit dem Gotte Abrahams bekannt zu machen. Man hat für Alles im heiligen Lande das größte Interesse gehabt, aber der tiefe Fall des Volks, die Seelen des Volks scheinen die Herzen der Christen nie beschäftigt zu haben. Ich möchte Ihnen auch zu Gemüthe führen, wie wichtig es ist, wohl zu erwägen, welches jetzt der Charakter und die Lage dieses wichtigen Volkes ist. Weng wir auf das Kapitel des Wortes Gottes sehen, aus welchem der Bischof von Melborne diesen Morgen einen Abschnitt vorgelesen hat, so wird uns der Charakter dieses Volks vor die Seele geführt in dem einen furchtbaren Worte „Unglaube", und so wird uns die Lage dieses Volkes vor die Augen gestellt in dem einen furchtbaren Worte >,zerbrochen"; ihr Charakter „Unglaube", ihre Lage „zerbrochen!" Und ich bin gewiß, wenn wir, Sie und ich, den vollen Begriff der Bedeutung dieser beiden Ausdrücke aus dieser Versammlung mit nach Hause nehmen, daß wir, dann nicht vergebens hier gewesen sein werden. Und ich bin gewiß, daß Niemand von uns sich die Beschaffenheit des „Unglaubens" und die fürchterliche Lage des „Zerbrochenseins" als verwirklicht denken kann, ohne daß unsere Herzen bewegt und belebt werden sollten, all die Mittel zu gebrauchen, die in unserer Macht liegen, daß Israel dahin gebracht werde, an den Herrn Jesum zu glauben, und daß die, welche so lange von dem wahren Oelbaume „abgebrochen" stnd, wieder in denselben eingepfropft werden möchten." — „Wir wissen, daß die gegenwärtige Zeit eine Haushaltung ist, in welcher Gott sich aus den Heiden ein Volk erwählt zum Preise seines Namens. So ist es auch in Bezug auf Israel. Und je fleißiger wir das Wort Gottes lesen, desto mehr werden unsre Herzen brennen vor Verlangen nach den Tagen, wo die Zeit der Heiden erfüllt ist, und ganz Israel selig werden soll. Aber während wir an die Wichtigkeit gedenken, alle Anstrengungen zur Bekehrung Israels zu machen, werde ich an die Worte unsers Herrn erinnert: „O Jerusalem, Jerusalem, wie oft