Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 9-10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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156 Hinsicht mehrere Beispiele aus der jüdischen Presse an. Wir lassen hier eins folgen. „Wie sehr wir Israeliten ein solches Unternehmen — nämlich die Bekehrung der Juden zum Christenthum — auch für unrecht achten, so müssen wir es doch anerkennen, daß es vollkommen mit den Grundsätzen des Christenthums übereinstimmt. Seine Bekenner glauben, daß es ihnen befohlen ist, das Evangelium allen Völkern zu predigen, und man darf nicht erwarten, daß die Juden davon ausgeschlossen werden sollten, wenn sie ihren Glauben denjenigen anbieten, welche ihn noch nicht angenommen haben." Hierauf weist Herr Ewald nach, daß die Juden durch die Thätigkeit der Mission auch zur Nacheiferung, oder zur Eifersucht, besonders in Errichtung von Schulen, fast in allen Ländern angeregt worden sind. Von Jerusalem, wo er selbst viele Jahre als Missionar gewesen ist, sagt er: „Die Juden in Jerusalem sagen: „„Alles, was hier für uns gethan worden ist, haben wir Ihrer Gesellschaft zu verdanken. Hätten Sie uns nicht einen Arzt gesandt, so würde auch Moses Montefiore uns keinen geschickt haben. Hätte Ihre Gesellschaft nicht ein Hospital errichtet, die Juden würden es nie gechan haben. Hätte Ihre Gesellschaft nicht Schulen errichtet, die Juden in England und andern Ländern würden es auch nicht gethan haben."" So hat die Gesellschaft die Juden zur Nacheiferung erweckt." Doch Herr Ewald verweilt besonders bei den Juden Englands und zeigt, wie viel die Gesellschaft dazu beigetragen, daß ein Theil dieser Juden sich von dem Talmud, als Glaubensgrund losgesagt hat, wobei er zugleich den Wunsch ausspricht, daß zur bessern Erkenntniß desselben der ganze Talmud übersetzt werden möchte. Aber nicht blos zur Niederreißung des Ansehens des Talmuds, sondern auch zur Anerkennung des Wortes Gottes unter den Juden hat die Gesellschaft viel beigetragen, wodurch zugleich auch das Christeythum aufgebaut wird. Die wirklichen Uebertritte sind auch nicht gering. Herr Ewald sagt in dieser Beziehung: „Es giebt jetzt nicht allein Hunderte, sondern Tausende von gläubigen Israeliten in diesem Lande. Sie fragen, wo sind sie? Ich möchte fragen, wo sind sie nicht? Sie finden sie unter den Arbeitern in den Docks; unter den Künstlern und Mechanikern, unter den Missionaren der Stadtmission,