Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 9-10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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154 Kanaans tdentificirten. Die Mission unter den Juden ist auch ein Segen für die Nichtjuden gewesen. Die Missionare fanden die deutschen Colonisten ohne Bibel, ohne Kirchen, ohne Geistliche, ohne Religion, beinahe in einem Zustande des Heidenthums. Sie predigten ihnen das Evangelium. Dadurch wurden sie veranlaßt, Gemeinden zu bilden, Kirchen zu bauen und Prediger anzustellen, von denen einer der eifrigsten ein bekehrter Jude ist und eine Frucht der Arbeiten dieser Gesellschaft. Tausende von den lutherischen Bibeln und Zehntausende von Traktaten sind von den Missionaren unter den Deutschen verbreitet worden. Den öffentlichen Gottesdiensten wohnten viele deutsche, polnische und russische Christen bei, wodurch viele, selbst vom höchsten Range zur Erkenntniß des Evangeliums kamen und das Werk der Mission dann unterstützten. Wenn nun auch die Missionare der Gesellschaft vertrieben sind, so haben sie den Sauerteig des Evangeliums zurückgelassen, und haben den Samen des Wortes Gottes reichlich über das Land ausgestreut, des Wortes, das da bleibet in Ewigkeit, während Reiche entstehen und wieder vergehen. Das Wort bleibt auch in Polen, um zu zeugen gegen alle falsche Religion, und um darzuthun, daß das zerstreute und verfolgte Volk Israel seine Bestimmung erfüllen und wiederum ein priesterliches Königreich und ein heiliges Volk werden wird. Die Vertreibung der Mission ist aber auch eine Lection für die Freunde Israels. Sie fordert auf zur Demüthigung vor dem Herrn, dann aber auch, da im Osten die Thür weiter geöffnet, wie sie im Norden verschlossen ist, die Kräfte der Mission mehr dem heiligen Lande, besonders Jerusalem zuzuwenden, damit die christliche Kirche ihre Pflicht erfülle und Zion zurufe: „Dein Gott ist König." Dem Bischöfe der anglikanischen Kirche ist es gelungen, die Kenntniß des Wortes Gottes in diesem Lande zu verbreiten, und Juden, Türken und die Glieder der verschiedenen verderbten Kirchen des Morgenlandes sind mit dem Christenthum in seiner reinen Gestalt, ohne Bilderdienst und Aberglauben bekannt geworden. Dies war der ursprüngliche Zweck bei der Begründung des Biöthums in Jerusalem, und diesen Zweck hat es erreicht, obschon ihm von Anfänge an die größten Hindernisse entgegen standen. Unter Gottes Beistände wer-