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Dibre Emeth · 1855-01-01 · 9-10 (1855) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
11 (1855)
Issue
9-10 (1855)
Date
1855-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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153 soll, bezieht sich auf die Vertreibung unserer Missionare aus Polen. Er lautet: — „„Daß während diese Versammlung ein tiefes Mitgefühl hat mit den Missionaren der Gesellschaft wegen -ihrer Vertreibung aus dem Königreiche Polen, sie auch mit Dankbarkeit die große Güte Gottes anerkennt, daß er sie so viele Jahre mit Kraft ausgerüstet hat, ihrem Berufe würdig zu wandeln — sich allgemeine Achtung und-Wohlwollen zu erwerben — die Segnungen des Evangeliums unter Juden und Nichtjuden weit und breit auszustreuen— und bei ihrem Fortgange aus diesem Lande die ersten Früchte und die Aussicht auf einereiche und gesegneteErntein Zukunft hinterstch zu lassen."" Herr Or. M'Caul beklagt, daß die Missionare ein so herrliches Arbeitsfeld, wie Polen, wo nahe an 2,000,000 Juden wohnen, haben verlassen müssen; aber er weiß auch, daß Alles von einer allweisen Vorsehung geleitet wird. Dies gilt besonders von der Mission in Polen. Das Comite hatte ursprünglich nicht die Absicht, im Königreich Polen eine Mission zu begründen; aber einer der Missionare wurde im Jahre 1821 ohne seinen Wunsch nach Warschau geführt, und das Comite betrachtete dies als eine günstige Gelegenheit zur Begründung der Mission daselbst. Der Kaiser Alexander gab seine Einwilligung dazu, und seitdem erfreute sich die Mission des Schutzes der Regierung bis auf die Zeit, wo sie auf Befehl des Kaisers Nikolaus aufgehoben werden mußte.. Wie sehr dies zu beklagen ist, so darf man doch nicht vergessen, daß es den Missionaren vergönnt war, so viele Jahre hindurch das Evangelium in jenem Lande zu predigen. Auch ist es ein großer Trost, daß sie nicht vertrieben wurden, weil sie irgend etwas Unrechtes begangen hätten, sie erfreuten sich vielmehr während der ganzen 30 Jahre des Bestehens der Mission der Achtung der ganzen Bevölkerung, wobei nicht vergessen werden darf, daß, als sie sich in Warschau niederließen, alle Partheien mit Vorurtheilen gegen sie eingenommen waren, die Juden, Papisten und auch Protestanten. Durch ihren Wandel und die Predigt des Evangeliums in seiner Einfachheit und Reinheit erwarben sie sich allgemeine Achtung und Liebe unter Juden und allen Klaffen der Bevölkerung. Selbst die Beamten, welche den Beschluß ihrer Ausweisung zu vollziehen hatten, drückten ihr Be-

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