Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 11 (1855)
- Issue
- 9-10 (1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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151 genständen der Gesellschaften — aus den Berichten, welche vorgelesen worden sind — auch den genauen Zusammenhang zwischen der Treue gegen Gott und dem nationalen Glück oder Unglück; und er hätte, besonders aus der Geschichte der Juden, erkennen lernen können, daß die gesegnet sind, welche sie segnen, und daß die verflucht sind, welche sie verfluchen, und daß wir daher, wenn wir wünschen, daß es uns als Volk Wohlergehen soll, wenn wir wünschen, daß die g'roßen politischen Unternehmungen zu einem guten Ende geführt werden, den Segen des Gottes Israel suchen müssen, indem wir das Wohl sei- " nes Volkes suchen. Von dem hochwürdigen Prälaten, den ich so lange schon die Ehre habe zu kennen, ist Anspielung darauf gemacht worden, wie den neuen Formen des Jrrthums, von dem die christliche Kirche jetzt beunruhigt wird, zu begegnen ist. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Geschichte der Juden der schlagendste Beweis gegen jede falsche Religion und allen Unglauben ist. Diese Geschichte vor der babylonischen Gefangenschaft zeigt die große Gefahr des Götzendienstes und den Abscheu Gottes gegen den Bilderdienst; und die Geschichte der Juden nach dieser Gefangenschaft stellt eben so schlagend vor das menschliche Gemüth die Gefahr des sich Abwendens von dem geschriebenen Worte Gottes und Hinwendens zu menschlichen Ueberlieferungen. Gerade der Zustand der Juden in gegenwärtiger Zeit, ihre erniedrigte Stellung, ihre Verachtung, können dem Grundirrthume zugeschrieben werden, daß sie Menschen gehorcht haben, anstatt bei dem geschriebenen Worte Gottes zu bleiben. So ist es in Bezug auf die verschiedenen Formen des Unglaubens, in Bezug auf die Angriffe, welche jetzt auf die Inspiration der Bibel gemacht werden. Wo können wir einen bessern Beweisgrund finden für die große Wichtigkeit des Glaubens an eine wörtliche Inspiration, als in den Propheten, welche nicht allein die Ankunft unsers Herrn, sondern auch die gegenwärtige Lage der Juden verkündigen? Jedes Wort ist von Wichtigkeit, und je genauer wir den Gegenstand erforschen und die Geschichte der Juden mit dem Worte Gottes vergleichen, desto mehr wird unser Glaube gestärkt werden, und desto bereiter werden wir sein, die Bibel als das inspirirte Wort des Herrn unsers Gottes anzunehmen. Aber, my Lord, der Antrag, welchen ich stellen